Ukraine: Frieden noch 2026?

Selenskyj ist zuversichtlich!

(08.01.2026) Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sieht erstmals realistische Chancen für ein baldiges Ende des Ukraine-Krieges. Nach deutlichen Fortschritten bei internationalen Gesprächen schließt er ein Kriegsende noch in der ersten Hälfte des Jahres 2026 nicht mehr aus.

„Koalition der Willigen“ erreicht neuen Meilenstein

Bei einem zweitägigen Gipfeltreffen der sogenannten „Koalition der Willigen“ sei aus Sicht der Ukraine ein entscheidender Schritt in Richtung Sicherheitsgarantien nach einem möglichen Waffenstillstand erreicht worden. Selenskyj sprach von einem „neuen Meilenstein“ in den Verhandlungen mit europäischen Partnern sowie den USA.

„Wir stellen fest, dass die Gespräche mit unseren europäischen Verbündeten, den Vereinigten Staaten und allen Mitgliedern der Koalition der Willigen ein neues Niveau erreicht haben“, erklärte Selenskyj am Mittwoch während eines Besuchs in Zypern.

Hoffnung auf Kriegsende

In der zypriotischen Hauptstadt Nikosia traf Selenskyj mit Vertretern der EU-Spitze zusammen, die anlässlich des Beginns der sechsmonatigen EU-Ratspräsidentschaft Zyperns tagte. Der ukrainische Präsident äußerte die Hoffnung, dass der Krieg noch während dieser Präsidentschaft beendet werden könnte.

Gleichzeitig machte Selenskyj deutlich, dass der internationale Druck auf Russland aufrechterhalten werden müsse. Sanktionen seien weiterhin ein zentrales Instrument, um Moskau zu Zugeständnissen zu bewegen. „Jeder Dollar, den Russland verliert, schwächt den Aggressor“, betonte er.

Ausländische Truppen weiter Streitpunkt

Ein zentraler Konfliktpunkt in den Friedensverhandlungen bleibt die mögliche Stationierung ausländischer Truppen in der Ukraine. Länder wie Frankreich und Großbritannien haben Bereitschaft signalisiert, Soldaten zu entsenden. Andere Staaten, darunter Deutschland, könnten sich an einem Einsatz außerhalb des ukrainischen Staatsgebiets beteiligen.

Russland lehnt diese Pläne weiterhin strikt ab. Ausländische Truppen auf ukrainischem Boden würden aus Moskauer Sicht als „legitime Ziele“ gelten – ein Argument, mit dem der Kreml bislang Friedensvorschläge zurückweist.

Ukraine sieht sich nicht als Hindernis für Frieden

Selenskyj unterstrich erneut, dass die Ukraine auch bei den schwierigsten Streitfragen kompromissbereit sei. Dazu zählen insbesondere der Konflikt um den Donbass sowie die Zukunft des Atomkraftwerks Saporischschja. Die Ukraine werde niemals ein Hindernis für den Frieden sein, erklärte der Präsident.

Entscheidend sei nun, ob die internationalen Partner Russlands Bereitschaft sicherstellen könnten, den Angriffskrieg tatsächlich zu beenden. Zudem kündigte Selenskyj an, über mögliche Gipfeltreffen auf Ebene der Staats- und Regierungschefs der Ukraine, europäischer Staaten und der USA sprechen zu wollen.

Sicherheitsgarantien nach Waffenstillstand geplant

Bereits am Dienstag hatte sich die „Koalition der Willigen“ auf sogenannte robuste Sicherheitsgarantien für die Zeit nach einem Waffenstillstand verständigt. Geplant ist unter anderem ein internationaler Mechanismus zur Überwachung einer möglichen Waffenruhe. Die Vereinigten Staaten sollen dabei eine führende Rolle übernehmen.

Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz brachte erstmals eine militärische Beteiligung Deutschlands ins Spiel – allerdings nicht direkt in der Ukraine. Denkbar sei vielmehr eine Unterstützung von benachbartem NATO-Gebiet aus.

(fd)

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