Umweltschützer vs. Olympia

"Winterspiele nicht nachhaltig"

(06.02.2026) Kurz vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Mailand-Cortina üben Umweltschutzverbände scharfe Kritik an dem sportlichen Großereignis. Laut der italienischen Umweltorganisation Legambiente seien die Spiele weder ökologisch noch wirtschaftlich nachhaltig. Kritisiert werden insbesondere Infrastrukturen wie die neue Bobbahn in Cortina, die Kabinenbahn Apollonio-Socrepes bei Cortina sowie zahlreiche Straßenbauprojekte, die gegenüber Bahnverbindungen bevorzugt würden.

Dies zeige, dass das Organisationsmodell kurzsichtig und veraltet sei, so Legambiente. Auch die steigenden Ticketpreise für Touristen seien ein Problem. Darüber hinaus mangle es an Transparenz, kritisierte der Umweltschutzverband.

Geplante Bauprojekte nur teilweise fertiggestellt

Laut dem Bericht "Open Olympics" seien nur 42 Prozent der insgesamt geplanten Bauprojekte vor Beginn der Winterspiele fertiggestellt worden, 57 Prozent würden erst später abgeschlossen. Umweltbelastungen, Kostensteigerungen und Strukturen mit Subunternehmen seien weiterhin unklar.

Legambiente warnt zudem vor den Folgen der Erderwärmung: In den Alpen sei Schnee nicht mehr garantiert, Gletscher schmelzen, immer mehr Skianlagen müssten schließen. Allein in den drei Regionen, in denen die Olympischen Winterspiele ausgetragen werden - Lombardei, Venetien und Trentino-Südtirol -, seien zahlreiche Skilifte stillgelegt worden. Insgesamt seien in Italien 265 Skianlagen und zugehörige Infrastrukturen außer Betrieb. Der Umweltschutzverband fordert ein neues Managementmodell für die Alpen, das auf Klimaanpassung, nachhaltigen Tourismus und Innovation setzt.

Greenpeace-Kritik an Eni und IOC

Auch Greenpeace Italien übt Kritik an den Organisatoren der Olympischen Winterspiele und forderte sie auf, ihre Partnerschaft mit dem italienischen Ölkonzern Eni zu beenden. Dessen fossile Aktivitäten würden die Bemühungen zum Schutz schneesportabhängiger Regionen im Zuge der Erderwärmung untergraben, lautet die Kritik. Eni, an dem der italienische Staat beteiligt ist, zählt zu den Hauptsponsoren der Olympischen Winterspiele.

Umweltgruppen zufolge trägt Eni erheblich zur globalen Erwärmung bei und beschleunigt den Verlust von Naturschnee und Gletschermassen in den Alpen und anderen Wintersportregionen. Greenpeace veröffentlichte ein Video, das eine Lawine aus schwarzem Öl über Skifahrer und das olympische Fünfringe-Symbol zeigt, begleitet von dem Appell: "Die Winterspiele brauchen Schnee, keine fossilen Brennstoffe."

IOC verteidigt sich

Kritiker betonen auch, dass Unternehmen, deren Kerngeschäft zur globalen Erwärmung beiträgt, nicht bei Veranstaltungen präsentiert werden sollten, die auf kaltes Wetter angewiesen sind. "Verschmutzer sollten bei den Spielen keine Bühne bekommen. Es ist Zeit, dass das IOC Öl- und Gas-Sponsoring beendet", sagte der italienische Greenpeace-Sprecher Federico Spadini. "Fossile Sponsoren inszenieren sich als Förderer von Wintersport - in Wahrheit verschärfen sie jedoch die Klimakrise. Wenn wir wollen, dass es in Zukunft noch Olympische Winterspiele gibt, muss das IOC jetzt handeln und fossile Konzerne konsequent aus dem Sponsoring verbannen", ergänzte Ursula Bittner, Wirtschaftsexpertin bei Greenpeace Österreich.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) erklärte auf Anfrage, die Spiele in Italien seien mit starkem Fokus auf CO2-Reduzierung und auf die Unterstützung der Regionen bei der Anpassung an den Klimawandel geplant. Man arbeite mit Partnern zusammen, die in Technologien und Lösungen für die globale Energiewende investieren.

(apa/mc)

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