USA provozieren Iran

Israel als Köder?

(26.02.2026) Im Weißen Haus wird offenbar intensiv über ein mögliches militärisches Vorgehen gegen den Iran beraten. Laut einem Bericht des US-Magazins Politico diskutieren hochrangige Berater von Präsident Donald Trump, wie ein Angriff politisch vermittelt werden könnte. Demnach steht auch ein Szenario im Raum, bei dem Israel zuerst militärisch gegen den Iran vorgeht – und die USA anschließend eingreifen.

Bericht: Israelischer Erstschlag als politisches Kalkül

Wie Politico unter Berufung auf zwei mit den Gesprächen vertraute Personen berichtet, wird hinter den Kulissen überlegt, dass ein israelischer Erstschlag auf iranische Ziele Teheran zu Vergeltungsmaßnahmen zwingen könnte. Ein solcher Gegenschlag könnte dann als Rechtfertigung für einen direkten militärischen Eingriff der USA dienen.

Insider argumentieren demnach, dass sich ein militärisches Vorgehen innenpolitisch leichter darstellen ließe, wenn die USA oder ein Verbündeter offiziell „aus Verteidigungsgründen“ handeln würden. Umfragen zeigen laut Bericht, dass zwar viele Amerikaner – insbesondere republikanische Wähler – einen harten Kurs gegen das iranische Regime unterstützen, jedoch wenig Bereitschaft besteht, US-Soldaten in einen neuen Krieg zu schicken.

Größtes US-Militäraufgebot seit Irak-Krieg

Parallel dazu haben die Vereinigten Staaten ihr Militär im Nahen Osten massiv verstärkt. Medien sprechen vom größten US-Aufgebot in der Region seit dem Irak-Krieg. Ein Flugzeugträgerverband ist Berichten zufolge auf dem Weg in Richtung Nahost.

Die entscheidende Frage lautet derzeit offenbar nicht mehr ob, sondern wann und in welchem Umfang ein möglicher Schlag erfolgen könnte. Trotz der Überlegungen zu einem israelischen Erstangriff gilt laut den Informanten eine gemeinsam koordinierte Operation von USA und Israel als wahrscheinlichstes Szenario.

Atomprogramm als zentrale Begründung

Im Zentrum der Spannungen steht weiterhin das iranische Atomprogramm. Die USA werfen Teheran vor, an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. Die iranische Führung weist das zurück, hat jedoch Uran deutlich über den für zivile Zwecke notwendigen Grad hinaus angereichert. Washington fordert neben einem Stopp des Atomprogramms auch die Eindämmung des iranischen Raketenprogramms. Im Gegenzug verlangt Teheran die Aufhebung der harten US-Wirtschaftssanktionen.

Laut iranischen Angaben wurde kürzlich ein Entwurf für ein mögliches neues Atomabkommen an die USA übermittelt. In Genf laufen derzeit neue Verhandlungsrunden zwischen Delegationen aus Washington und Teheran unter Vermittlung Omans. Ob diese Gespräche zu einer diplomatischen Lösung führen, ist offen.

Risiken eines Großangriffs

Ein direkter militärischer Großangriff auf den Iran birgt erhebliche Risiken. Neben möglichen US-Opfern könnten auch amerikanische Einrichtungen in der Region ins Visier geraten. Zudem warnen Militäranalysten vor einer möglichen globalen Eskalation: Eine Schwächung der US-Militärkapazitäten könnte geopolitische Spannungen in anderen Weltregionen verschärfen, etwa im Hinblick auf China und Taiwan.

Hinzu kommt eine politische Dimension: Präsident Trump hatte zuvor erklärt, frühere Luftschläge hätten das iranische Atomprogramm massiv beschädigt. Experten bezweifeln jedoch, dass die Anlagen vollständig außer Gefecht gesetzt wurden.

Washington unter Druck

Mit der wachsenden Truppenpräsenz steigt auch der politische Druck, eine klare Linie zu verfolgen. Während diplomatische Bemühungen offiziell weiterlaufen, scheint innerhalb der US-Administration die Diskussion über militärische Optionen an Intensität zuzunehmen. Ob es zu einer Eskalation zwischen den USA, Israel und dem Iran kommt, dürfte in den kommenden Wochen maßgeblich von den Verhandlungen in Genf – und von politischen Entscheidungen in Washington – abhängen.

(fd/apa)

Zwei Buben (7, 8) vermisst

Wien: Am Schulweg verschwunden

Habicht Alkohol eingeflößt?

Der Kronehit Faktencheck

Mädchen springt vom Balkon!

Flucht vor tobender Mama

Scheren-Attacke in Wien

Angriff im März-Park

ESC-Vienna

Resttickets am 26.3 um 15 Uhr

Bub tot Vater schwer verletzt!

Wie kam es zum Unglück in Tirol?

ÖAMTC: Alles Neu?

Wiener Ringstraße der Zukunft

Österreicherinnen vs. Trump

Umfrage: "Gefahr für die Welt"