VdB: Verantwortung tragen!

Gedenken zu Mauthausen

(05.05.2026) Österreich hat am 5. Mai der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen im Jahr 1945 gedacht. Bundespräsident Alexander Van der Bellen nutzte den Gedenktag, um an die historischen Konsequenzen zu erinnern und zur Verteidigung von Grund- und Freiheitsrechten aufzurufen. Auch im Parlament in Wien wurde bei einer Gedenkveranstaltung an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert.

Van der Bellen betont Verantwortung für Demokratie

Der Bundespräsident bezeichnete den 5. Mai als Tag des Innehaltens und der Reflexion. Es gehe darum, sich zu fragen, wie die Verbrechen des Nationalsozialismus möglich waren und welche Lehren daraus gezogen wurden. Nach 1945 seien in Europa zentrale Konsequenzen entstanden, darunter die Europäische Menschenrechtskonvention sowie der Aufbau einer gemeinsamen friedlichen Ordnung in Form der Europäischen Union. Van der Bellen betonte, dass es in der Verantwortung der Gesellschaft liege, diesen Weg des Respekts sowie die Geltung von Grund- und Freiheitsrechten zu bewahren.

Gedenkveranstaltung: „Wir dürfen nicht schweigen“

Bei der Gedenkveranstaltung im Parlament mahnte der Zweite Nationalratspräsident Peter Haubner (ÖVP), dass Erinnerung nicht zu einem Schlussstrich führen dürfe. Angesichts steigender antisemitischer Vorfälle sei eine klare Haltung notwendig. Erinnerung müsse sich weiterentwickeln und neue Formen finden. Künftig werde man ohne Zeitzeuginnen und Zeitzeugen auskommen müssen, weshalb es umso wichtiger sei, nicht nur Wissen weiterzugeben, sondern Haltung zu zeigen. Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung stand der Gedenkdienst.

Holocaust-Überlebende berichtet von Verfolgung

Die Holocaust-Überlebende Hedi Schnabl Argent hielt die zentrale Gedenkrede. Sie schilderte antisemitische Ausgrenzung in Wien in den 1930er Jahren und berichtete von konkreten Repressionen gegen ihre Familie. Gleichzeitig betonte sie, dass es auch in dieser Zeit Menschen gegeben habe, die geholfen hätten. Diese Erfahrungen hätten es ihr ermöglicht, sich später mit ihrem Herkunftsland zu versöhnen. Argent lebt heute in London, ihre Familie war kurz vor Kriegsbeginn nach England geflüchtet.

SPÖ warnt vor Rechtsextremismus

Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) bezeichnete den Gedenktag als klaren Auftrag, Hass, Ausgrenzung und rassistische Ideologien entschieden entgegenzutreten. Demokratie müsse aktiv verteidigt werden. Die SPÖ verwies zudem auf Angriffe auf Gedenkorte. Laut Innenministerium wurden im Jahr 2025 mindestens sieben Schändungen von Gedenkstätten und Mahnmalen registriert, in den meisten Fällen mit rechtsextremem Hintergrund. Diese Angriffe richteten sich nicht nur gegen Erinnerungsorte, sondern gegen demokratische Grundwerte.

FPÖ kritisiert politische Instrumentalisierung

Die FPÖ wies die Aussagen der SPÖ zurück und sprach von einem „Missbrauch des Gedenkens“. Generalsekretär Christian Hafenecker kritisierte die Aussagen als politische Propaganda und warf der SPÖ vor, die Erinnerung an NS-Verbrechen zu instrumentalisieren.

Grüne fordern Maßnahmen gegen Rechtsextremismus

Die Grünen forderten anlässlich des Gedenktags ein bundesweit einheitliches Gedenkstättenkonzept sowie eine stärkere finanzielle Absicherung des Gedenkdienstes. Zudem sprachen sie sich für die Umsetzung eines Nationalen Aktionsplans gegen Rechtsextremismus aus.

Gedenktag als Auftrag für die Zukunft

Der 5. Mai gilt in Österreich als nationaler Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus. Die Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen steht dabei symbolisch für das Ende eines zentralen Ortes nationalsozialistischer Verbrechen. Politik und Gesellschaft sehen den Gedenktag als Verpflichtung, die Erinnerung wachzuhalten und demokratische Werte langfristig zu sichern.

(fd/apa)

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