Venedig: Delfin als Superstar

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(05.06.2026) Ein Delfin, der es sich in der Lagune von Venedig gemütlich gemacht hat, sorgt immer noch für viel Aufregung. Schon seit mehreren Monaten wird der Tümmler immer wieder in regelmäßigen Abständen im Markusbecken gesehen. Dort schwimmt er zwischen Gondeln und Fähren hin und her. Dieses Spektakel lockt viele Touristen und Schaulustige an. So gibt es schon zahlreiche Videos, die zeigen, wie er im Wasser auf- und abtaucht.

Viele Beobachter berichten, dass sich das Tier schon länger in der Lagune aufhält. Der Delfin macht laut Experten einen gesunden Eindruck. Trotzdem gibt es mehrere Gefahren. Aus diesem Grund sollen Besucher und auch Bootsfahrer genügend Abstand zum Tier halten und es nicht verfolgen.

Gefahrenquelle Propeller

Vor allem das Füttern birgt viele Risiken. Durch menschliche Eingriffe kann der Delfin nämlich sein natürliches Verhalten verändern. Der Delfin sorgt nicht nur bei Touristen für Aufregung, sondern auch bei Naturschützern. Sie hoffen, dass die Aufmerksamkeit für „Mimmo“ nicht zu einer Last für das Tier wird. Besonders in dem stark befahrenen Becken von San Marco direkt neben dem Markusplatz, einem Touristenhotspot, ist das Risiko erhöht. Verletzungen durch Propeller oder Stress sind sehr wahrscheinlich für das Tier.

Delfine meiden eigentlich Venedig

Ursprünglich waren mehrere Delfinarten in der Adria verbreitet - auch in der Lagune von Venedig. „Mimmo“ gehört zu den großen Tümmlern. Eine andere Art, die dort verbreitet war, ist der Gemeine Delfin. Die Gemeinen Delfine haben sich bereits vor mehreren Jahrzehnten wegen den Menschen zurückgezogen. Große Tümmler kommen weiterhin in der Adria vor, meiden aber normalerweise die Lagunenbereiche. Aus diesem Grund ist der Aufenthalt von „Mimmo“ auch so besonders.

Einfangen zu riskant?

Es hat schon mehrere Versuche gegeben, Mimmo mit akustischen Signalen zurück ins offene Meer zu treiben. Leider jedes Mal ohne Erfolg. Fachleute halten das Einfangen für zu riskant und nicht vertretbar. Ein respektvoller Umgang mit dem Tier ist deswegen sehr wichtig!

(SG)

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