Warum Kokain so boomt

Trendkurve mit Abwärtsspirale

(19.02.2026) Kaum eine Droge hat sich so sehr zum Status einer globalen Popkulturware hochgearbeitet wie Kokain. Es wird mystifiziert, glorifiziert, verteufelt, in Liedern besungen und in Filmen in Szene gesetzt (siehe Wolf of Wall Street). Mittlerweile hat Kokain den Stellenwert der Droge, die jemanden ganz nach oben bringt und zugleich der Grund für einen tiefen Fall sein kann. Spätestens seit „Babo- Die Haftbefehlstory“ ist die Droge wieder derart öffentlichkeitswirksam, dass sogar darüber diskutiert wurde, die Doku des deutschen Rappers ins fixe Lehrprogramm in Schulen aufzunehmen. Die Frage bleibt jedoch offen, ob dies dann den gewünschten Effekt der Abschreckung hat oder der Droge nicht doch einen weiteren Imageboost unter der jüngeren Zielgruppe verschafft. Doch wie kam es eigentlich dazu, dass Kokain zur weltweit zweithäufigsten, illegalen Droge wurde?

Fehlzündung des „War on Drugs“

Die Geschichte beginnt lange bevor es Haftbefehl und einen arroganten, reichen Leonardo DiCaprio (siehe Wolf of Wall Street) überhaupt gibt und findet seinen Ursprung in Deutschland. Im Jahr 1860 gelingt es dem deutschen Chemiker Albert Niemann, das Alkaloid aus der Kokapflanze zu isolieren – die Geburtsstunde des weißen Pulvers. Schnell wird der Wirkstoff als Betäubungsmittel oder zur Behandlung gegen Depression eingesetzt und vermarktet.

Ausgerechnet US-Präsident Richard Nixon trägt mit seinem „War on Drugs“ 1969 dazu bei, dass Kokain so einen Aufschwung erhält. Denn Nixons Krieg gegen das Geschäft mit Kokain und Cannabis zwingt die Händler zu einer Umstellung – Kokain verspricht bei einem geringeren Volumen höhere Gewinne. Zudem verhilft Nixon ungewollt den kolumbianischen Kartellen zu einem Aufstieg. Nach dem von den USA unterstützten Putsch in Chile im Jahr 1973, werden die Schmuggelnetzwerke vor Ort zerschlagen. Die kolumbianischen Narcos füllen diese Drogenlücken kurzerhand und expandieren ihre Geschäfte mit dem weißen Pulver. In den darauffolgenden Jahrzehnten etabliert sich Kokain als Partydroge der Reichen und Schönen, indem gezielt das Film- und Musikbusiness angesprochen wird. Die höchste Kunst des Marketings war ihnen somit gelungen: schöne Testimonials, denen man nacheifert.

Im Mainstream angekommen

An Kokain haftet bis heute der Mythos des Erfolgs. Doch dieses Image beginnt langsam zu bröckeln, denn durch den niedrigen Kokainpreis und seine zugleich hohe Reinheit ist der Schnee der Reichen und Schönen in der Mittelschicht und auf der Straße angekommen. Die Zielgruppe, die regelmäßig konsumiert, liegt bei den Mitte bis Ende 20-Jährigen und dem Teil der oberen Mittelschicht.

Kokain sei mittlerweile im Mainstream angekommen und keine Besonderheit mehr. Gerade in dieser Einstellung verbirgt sich aber auch die Gefahr, dass etwaige Risiken des regelmäßigen Konsums nicht erkannt werden. Gerade für Menschen mit Herz-Kreislauf-Problemen bürge der Kokainkonsum gesundheitliche Gefahren. Rettungseinsätze aufgrund von medizinischen Notfällen, die durch Kokain hervorgerufen werden, steigen vor allem in der Altersgruppe der unter 18-Jährigen. Ein Trend, der besorgniserregend ist.

(hb)

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