Wetterumschwung in Österreich
Blitze, Sturm, Regen, Kälte
(08.06.2026) Nach mehreren warmen Tagen steht Österreich vor einem markanten Wetterwechsel. Eine kräftige Kaltfront nähert sich von Westen und bringt in den kommenden Tagen teils unwetterartige Gewitter, Starkregen und einen deutlichen Temperaturrückgang. Besonders betroffen sind zunächst die Alpenregionen, ehe die Gewitter am Dienstag auch den Osten des Landes und Wien erreichen. Verantwortlich für die Wetterverschärfung ist ein umfangreiches Tiefdruckgebiet über dem Nordatlantik. Mit einer südwestlichen Strömung gelangt derzeit feuchtwarme Luft nach Österreich. Diese sorgt für ideale Bedingungen für die Bildung kräftiger Gewitterzellen. Laut der Österreichischen Unwetterzentrale (UWZ) steigt die Gewitterneigung bereits am Montag im Bergland spürbar an, bevor am Dienstag die eigentliche Kaltfront durchzieht.
Erste Gewitter am Montagnachmittag
Schon am Montag entwickeln sich ab dem Nachmittag lokale Wärmegewitter. Die größte Wahrscheinlichkeit für Gewitter besteht vom Arlberg über Tirol bis in die östlichen Alpenregionen. Die Unwettergefahr bleibt zunächst noch gering, dennoch können örtlich kräftige Regenschauer auftreten. Meteorologen rechnen punktuell mit Regenmengen zwischen fünf und 20 Litern pro Quadratmeter. Wie bei Gewittern üblich, können die Unterschiede auf engem Raum jedoch erheblich sein: Während es an einem Ort trocken bleibt, kann wenige Kilometer weiter Starkregen niedergehen.
Dienstag drohen teils unwetterartige Gewitter
Am Dienstag verschärft sich die Wetterlage deutlich. Bereits am Vormittag sorgen Schauer und einzelne Gewitter im Westen für unbeständiges Wetter. Im Tagesverlauf zieht die Kaltfront weiter nach Osten.
Von Unterkärnten bis ins Weinviertel bleibt es zunächst noch sonnig und warm. Am Nachmittag entstehen jedoch auch dort zunehmend kräftige Gewitter. Vor allem im Süden und Osten Österreichs warnen Meteorologen vor Starkregen, Hagel und stürmischen Böen.
Auch Wien liegt im Einflussbereich der Front. Nach einem zunächst freundlichen und warmen Tag können am Nachmittag und Abend teils kräftige Gewitter durchziehen.
Temperaturen brechen zur Wochenmitte ein
Während im Osten am Dienstag noch einmal knapp 30 Grad erreicht werden können, macht sich die Kaltfront im Westen bereits deutlich bemerkbar. Dort sinken die Temperaturen spürbar.
Am Mittwoch setzt sich die Abkühlung im ganzen Land durch. Gleichzeitig sorgt ein Randtief über Norditalien für teils anhaltenden Regen. Besonders entlang der Tauern, in Osttirol, Kärnten sowie in Teilen Salzburgs und der Obersteiermark werden größere Niederschlagsmengen erwartet.
Im Osten und Südosten gibt es zunächst noch Auflockerungen, doch auch dort steigt die Schauerneigung im Tagesverlauf wieder an. Die Höchstwerte liegen nur noch zwischen 12 und 24 Grad.
Größere Regenmengen im Süden und Westen
Zur Wochenmitte verlagert sich der Schwerpunkt der Wetterlage von Gewittern auf länger anhaltende Niederschläge. Vor allem im Südwesten Österreichs sowie in den Tauernregionen kann es zeitweise kräftig und gewittrig durchsetzt regnen.
Lokal besteht die Gefahr von kleinräumigen Überflutungen. Experten weisen darauf hin, dass sich die größten Regenmengen derzeit vor allem für Kärnten, Osttirol und Teile der westlichen Alpenregionen abzeichnen.
Wetter beruhigt sich zum Wochenende
Ab Donnerstag geht die Gewitterneigung langsam zurück. Zwar sind entlang der Alpen weiterhin einzelne Schauer und lokale Gewitter möglich, insgesamt setzt sich aber wieder ein freundlicher Mix aus Sonne und Wolken durch.
Für Wien deutet die Prognose nach den Regenfällen am Mittwoch auf eine überwiegend trockene zweite Wochenhälfte hin. Die Temperaturen bleiben zunächst gedämpft, steigen zum Wochenende aber langsam wieder an.
Hochsommer meldet sich bald zurück
Die aktuelle Abkühlung dürfte nach Einschätzung der Meteorologen nur von kurzer Dauer sein. Bereits in der zweiten Junihälfte könnte sich erneut deutlich wärmere Luft in Mitteleuropa durchsetzen.
Vorerst heißt es jedoch: Regenschirm bereithalten. Besonders am Dienstag und Mittwoch sollten die aktuellen Wetterwarnungen genau verfolgt werden, denn regional sind kräftige Gewitter und größere Regenmengen zu erwarten.
(fd)