Wunderkerzen als Ausgangspunkt

Brand in Crans-Montana

(02.01.2026) Die Ursache für den verheerenden Brand im Schweizer Skiort Crans-Montana wird klarer: Laut Staatsanwaltschaft deutet alles darauf hin, dass das Feuer von Wunderkerzen ausging, die auf Champagnerflaschen angebracht waren und zu nahe an die Decke kamen. So habe sich das Feuer sehr schnell ausgebreitet, sagte Generalstaatsanwältin Béatrice Pilloud am Freitag. Die Zahl der Toten lag weiterhin bei 40, die der Verletzten stieg auf 119, darunter bis zu 100 in kritischem Zustand.

Die Hypothese zur Brandursache sei wahrscheinlich, aber noch nicht bestätigt. Zur raschen Ausbreitung des Feuers könnte Akustikschaumstoff an der Decke beigetragen haben. Man untersuche dessen Verwendung, es gebe aber noch keine Gewissheit, fügte Pilloud hinzu. Vor Ort habe man Spuren gesichert. Zudem hätten die Ermittler Videoaufnahmen erhalten und analysiert, sowie mehrere Personen befragt - darunter die beiden französischen Barbetreiber, hieß es auf der Pressekonferenz am Nachmittag.

Strafrechtliche Verfolgung offen

Der weitere Verlauf der Untersuchung werde sich insbesondere mit den Umbauten, den verwendeten Materialien, den Betriebsgenehmigungen sowie mit den Sicherheitsvorkehrungen befassen. "Damit sind gemeint: die vorhandenen Löschmittel, Fluchtwege, die Einhaltung der Brandschutzvorschriften und die allgemeinen Mittel zur Brandbekämpfung", sagte Generalstaatsanwältin Pilloud.

Auch werde ermittelt, wie viele Personen tatsächlich anwesend waren und wie viele es laut Genehmigung hätten sein dürfen. Weiter würden die Einrichtung des Lokals, die Evakuierungswege und der allgemeine Zugang untersucht. Es gebe die Möglichkeit einer strafrechtlichen Verfolgung, sagte Pilloud weiter. Wenn es um die Verantwortung von noch lebenden Personen gehe, könnte eine strafrechtliche Untersuchung wegen fahrlässiger Brandstiftung, fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet werden.

113 Verletzte identifiziert

Von den 119 Verletzten waren am Freitagnachmittag 113 identifiziert, wie der Walliser Polizeikommandant Frédéric Gisler bekanntgab. 71 von ihnen stammen aus der Schweiz, 14 aus Frankreich, elf aus Italien, vier aus Serbien. Aus Bosnien, Polen, Belgien, Luxemburg und Portugal stammt je eine verletzte Person. In den übrigen Fällen ist die Nationalität noch nicht bekannt. Wie das österreichische Außenministerium am späten Freitagnachmittag auf APA-Anfrage mitteilte, gibt es weiterhin keinerlei Informationen, dass auch Österreicher unter den Toten und Verletzten sind.

Die Behörden gehen weiterhin von 40 Todesopfern aus, wie Gisler sagte. Zuvor hatte Sicherheitsdirektor Stéphane Ganzer darauf hingewiesen, dass viele der Verletzten nach wie vor in den Spitälern um ihr Leben kämpften. 80 bis 100 befanden sich demnach noch in kritischem Zustand. Die schreckliche Bilanz von 40 Todesopfern könnte sich daher noch verschlimmern, sagte Ganzer. Menschen mit Verbrennungen dritten Grades auf etwa 15 Prozent der Körperoberfläche hätten ein erhöhtes Risiko, in den Stunden und Tagen nach dem Unfall zu sterben.

(mt/apa)

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