Zeitumstellung bleibt

EU-Beschluss ohne Wirkung

(14.10.2025) Bereits im Jahr 2019 hat das EU-Parlament beschlossen, die halbjährliche Zeitumstellung abzuschaffen. In der Praxis wurde dieser Beschluss jedoch bis heute nicht umgesetzt.

Am Sonntag, dem 26. Oktober, werden in der gesamten Europäischen Union – auch in Österreich – um 3 Uhr morgens die Uhren um eine Stunde zurückgestellt. Die Sommerzeit endet, und die sogenannte Normalzeit (Winterzeit) beginnt.

Warum gibt es bis dato keine Abschaffung?

Obwohl der politische Wille, die Zeitumstellung abzuschaffen, bereits signalisiert wurde, ist ein konkretes Ende der Zeitumstellung derzeit nicht in Sicht. Eine qualifizierte Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten muss sich auf ein einheitliches Vorgehen einigen. Bisher gibt es jedoch zu viele unterschiedliche Interessen und Positionen der einzelnen Länder – ein Fortschritt ist daher in den letzten Jahren ausgeblieben.

Ein Sprecher des Europäischen Rates hat der APA erklärt, dass das Thema im ersten Halbjahr 2025 zwar kurz angesprochen wurde, jedoch wurden keine konkreten Schritte gesetzt. Auch in naher Zukunft sei laut dem Sprecher nicht mit einer Weiterentwicklung in dieser Angelegenheit zu rechnen.

Beginn der Sommerzeit: 1973

Wegen einer Ölkrise und mit dem Ziel, Energie zu sparen, wurde die Sommerzeit im Jahr 1973 in Europa eingeführt. Durch die Zeitumstellung sollten Unternehmen und Haushalte eine Stunde mehr Tageslicht nutzen können.

In Österreich hat aber die erste Zeitumstellung erst im Jahr 1979 stattgefunden – bedingt durch verwaltungstechnische Probleme und dem Wunsch, die Umstellung mit der Schweiz und Deutschland zeitlich abzustimmen.

(apa/AVL)

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