ÖFB-Frauen: 1:5 gegen DFB

"Sehr ärgerlich"

(15.04.2026) Deutschland ist für Österreichs Frauen-Fußball-Nationalteam weiter eine unüberwindbare Hürde. Wie schon öfter in der Vergangenheit konnte die ÖFB-Auswahl am Dienstag im dritten Gruppe-A4-Spiel der WM-Qualifikation zwar im Duell der Nummer drei der Welt über gewisse Strecken Paroli bieten, unter dem Strich stand aber eine klare 1:5-Niederlage. Die bezeichnete ÖFB-Teamchef Alexander Schriebl als "sehr ärgerlich". Chance zur Revanche gibt es am Samstag (18.00 Uhr) in Ried.

Die Aufgabe wird dabei nicht einfacher. Die Deutschen wollen den vierten Sieg im vierten Spiel, um den nächsten Schritt in Richtung direktes WM-Ticket zu machen. "Es ist wichtig, den Kopf so schnell als möglich klar zu bekommen für das Spiel in Ried", betonte Schriebl. Die mehr als 4.000 Zuschauer werden zwar nicht für so eine Stimmung sorgen wie die mehr als 24.000 in Nürnberg, sollen aber hilfreich sein. "Hoffentlich kann uns das Publikum auch einen Push geben, dass wir unsere Umschaltmomente besser nutzen und früher zu Chancen kommen."

ÖFB-Truppe "nicht gut genug" mit Ball

In Nürnberg wurden Mängel im Spiel mit dem Ball vor allem vor der Pause deutlich, als die Partie noch nicht entschieden war. "Gerade in der ersten Hälfte haben sich die Deutschen sehr schwer getan, wir haben es aber nicht geschafft, gute Umschaltsituationen gescheit zu Ende zu spielen", monierte der 47-Jährige. Das blieb auch Kapitänin Sarah Puntigam nicht verborgen. "Wir waren nicht gut genug, wenn wir den Ball erobert haben, haben ihn zu schnell wieder verloren. Das tut uns weh. Wir müssen unsere Situationen besser ausspielen", sagte die US-Legionärin.

Ein Unterfangen, das auch aufgrund der Ausfälle von Stützen wie Sarah Zadrazil, Marie-Therese Höbinger, Lilli Purtscheller oder Katharina Naschenweng aktuell sehr schwer fällt. Eine Steigerung muss aber auch in der Defensive gelingen. Zwei der ersten drei Gegentore gab es nach einem Eckball. "Die Standards müssen wir uns auf jeden Fall nochmals anschauen", meinte Offensivspielerin Melanie Brunnthaler. Laut Schriebl unterstrichen die Deutschen dabei ihr Standing als Weltklasseteam. "Wenn es ihnen aus dem Spiel heraus schwer fällt, Chancen zu kreieren, machen sie aus Standardsituationen den Unterschied."

Auch deshalb wurden die an der Schulter verletzt ausgeschiedene Giulia Gwinn und Co. schon im Vorfeld vom ÖFB-Teamchef als eines der effizientesten Teams der Welt bezeichnet. Ein Torverhältnis von 14:1 nach drei Partien unterstreicht das. "Sie nutzen einfach ihre Situationen", sagte Schriebl. Vor allem wenn der Gegner ihnen die nötigen Räume gibt. Das war bei den Österreicherinnen, die auch das achte direkte Duell verloren, nach dem 0:2 der Fall. "In der zweiten Hälfte haben wir ein bisschen die Struktur verloren, unseren Plan nicht mehr so konsequent umgesetzt", analysierte Stürmerin Eileen Campbell. Und Torfrau Mariella El Sherif ergänzte: "Gegen ein Topteam wird jeder kleine Fehler bestraft. Das Ergebnis tut sehr weh."

Erstes Länderspieltor gibt D'Angelo "gutes Gefühl"

Wie beim 1:4 am selben Ort in der Nations League im vergangenen Jahr wurde es am Ende noch eine empfindliche Niederlage. "Wenn du 1:2 verlierst, kriegst du aber auch null Punkte", wollte Schriebl das Ergebnis nicht zu hoch bewerten. Auf dieses wollte er auch in der Nachbetrachtung "gar nicht" schauen. "Es ist wichtig, dass man schaut, was man gut gemacht hat", betonte der Salzburger. Dazu zählte der erste Länderspieltreffer von Chiara D'Angelo. "Es gibt zumindest ein wenig ein gutes Gefühl", sagte die Werder-Bremen-Abwehrspielerin.

Erfreulich waren auch die Debüts von Louise Schöffel und Naika Raissner. "Wir müssen uns breiter aufstellen, schauen, dass junge Spielerinnen gerade gegen solche Gegnerinnen Erfahrungen sammeln können, um in naher Zukunft den ein oder anderen Schritt schneller zu machen", erläuterte Schriebl. Schon am Samstag bietet sich eine weitere Möglichkeit. "Da wollen wir es besser machen", betonte Puntigam. Und El Sherif versprach: "Wir werden alles in die Waagschale werfen." Ob das für den ersten Punkt in der laufenden Quali reicht, wird sich zeigen.

(apa/mc)

Trump: Iran-Krieg endet bald

"Ich glaube, er ist fast vorbei"

Kardashian am Broadway

Debüt sorgt für Diskussionen

Spektakuläre Ankunft von Depay

Mit Heli zum Corinthians-Spiel

Thiem rettet Donau-Störe

Engagement für WWF-Projekt

Britney im Entzug

Söhne als Entscheidungsträger

166.000€ fürs Coachella

Only-Fans Model polarisiert

Papst für Atomwaffen?

Aussage von Donald Trump

Frauenleiche in Tiefkühltruhe

Obduktion noch nicht möglich