Trump: Iran-Krieg endet bald

"Ich glaube, er ist fast vorbei"

(15.04.2026) US-Präsident Donald Trump sieht den Krieg im Iran kurz vor dem Ende. "Ich glaube, er ist fast vorbei", sagte er dem US-Fernsehsender Fox News. Er ergänzte: "Ich meine, ich sehe es so, dass er fast vorbei ist." Auszüge aus dem Interview wurden am Dienstag bereits im Vorfeld von Fox-Moderatorin Maria Bartiromo auf der Plattform X verbreitet.

Sollten die USA sich nun zurückziehen, würde der Iran 20 Jahre brauchen, um das Land wiederaufzubauen, sagte Trump. "Und wir sind noch nicht fertig. Wir werden sehen, was passiert", sagte er. Er glaube, der Iran wolle unbedingt einen Deal eingehen, betonte der US-Präsident.

Trump hatte zuvor eine mögliche neue Gesprächsrunde mit dem Iran in den kommenden Tagen angedeutet. Die "New York Post" zitierte Trump am Dienstag mit den Worten, "in den nächsten zwei Tagen" könne Bewegung in die Sache kommen. Eine erste Verhandlungsrunde am Wochenende war ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Trump kündigte daraufhin eine Blockade iranischer Häfen in der Straße von Hormuz an, die am Montagnachmittag in Kraft trat.

Nach Angaben der Zeitung sagte Trump in einem Telefonat mit einem Reporter der "New York Post" in Islamabad, er solle "wirklich dort bleiben, denn in den nächsten zwei Tagen könnte etwas passieren". Er begründete dies mit dem Einsatz des pakistanischen Armeechefs Asim Munir für eine diplomatische Lösung zwischen dem Iran und den USA. Munir mache "einen großartigen Job", sagte Trump demnach.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters könnten die Verhandlungsteams der USA und des Iran Ende dieser Woche für weitere Friedensgespräche nach Islamabad zurückkehren. Wie fünf mit den Vorgängen vertraute Personen am Dienstag sagten, stehe ein genaues Datum noch nicht fest. Einem ranghohen iranischen Insider zufolge halten sich die Delegationen den Zeitraum von Freitag bis Sonntag offen.

Guterres erwartet Wiederaufnahme der Gespräche

UNO-Generalsekretär Antonio Guterres zufolge ist eine Wiederaufnahme der Gespräche zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung des Krieges sehr wahrscheinlich. Es gebe entsprechende Anzeichen, sagte er vor Journalisten.

Pakistan stehe mit beiden Seiten in Kontakt, sagten zwei Insider. "Wir haben uns an den Iran gewandt und eine positive Antwort erhalten, dass sie für eine zweite Gesprächsrunde offen sind", erklärte ein ranghoher Vertreter der pakistanischen Regierung. Das Treffen am vergangenen Wochenende war die erste direkte Begegnung zwischen US- und iranischen Vertretern seit mehr als einem Jahrzehnt und das ranghöchste Treffen seit der Islamischen Revolution im Iran 1979. Die Delegationen wurden von US-Vizepräsident JD Vance und dem iranischen Parlamentspräsidenten Mohammed Bagher Ghalibaf geleitet.

Zu den Streitpunkten gehören das iranische Atomprogramm, die internationalen Sanktionen gegen Teheran sowie die Straße von Hormuz. Der Iran hat die für die weltweite Energieversorgung wichtige Wasserstraße faktisch blockiert, während die USA deren Wiedereröffnung fordern. US-Präsident Donald Trump sagte, der Iran habe am Montag Kontakt aufgenommen und wolle eine Einigung erzielen. Er werde jedoch keinem Abkommen zustimmen, das Teheran den Besitz von Atomwaffen erlaube. Vance sagte dem Sender Fox News am Montag, die USA hätten "große Fortschritte" gemacht. Man habe Teheran mitgeteilt, wo die USA "Entgegenkommen zeigen könnten" und wo sie unnachgiebig bleiben würden.

Pezeshkian: Mangelnder guter Wille der USA

Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian machte indes mangelnden guten Willen und Maximalforderungen der USA für das Scheitern eines Abkommens in Islamabad am vergangenen Wochenende verantwortlich. Dies äußerte er in einem Gespräch mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron, wie die amtliche iranische Nachrichtenagentur IRNA meldete. Europa könne eine konstruktive Rolle spielen, um die USA zur Einhaltung des Völkerrechts zu bewegen. Drohungen, Druck und militärische Maßnahmen würden die "selbstgemachten Probleme" der USA in der Region nur verschärfen. Diplomatie sei der bevorzugte Weg zur Beilegung von Streitigkeiten, erklärte Pezeshkian demnach weiter.

Macron fordert Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron rief unterdessen Trump und Pezeshkian in Telefonaten zur Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen auf. Die in Islamabad unterbrochenen Verhandlungen müssten wieder aufgenommen, Missverständnisse ausgeräumt und weitere Eskalationen vermieden werden, habe er in den Telefonaten am Montag gefordert, teilte Macron mit.

Es sei von entscheidender Bedeutung, dass der Waffenstillstand von allen strikt eingehalten werde und auch den Libanon einschließe. "Ebenso wichtig ist es, dass die Straße von Hormuz so schnell wie möglich bedingungslos, ohne Kontrollen und ohne Mautgebühren wieder geöffnet wird", schrieb Macron auf der Plattform X. Unter diesen Voraussetzungen sollten die Verhandlungen mit Unterstützung der wichtigsten Beteiligten rasch wieder aufgenommen werden können.

Blockade iranischer Häfen vollständig ausgeführt

"Die Blockade iranischer Häfen ist vollständig ausgeführt worden", teilte der Kommandeur des US-Regionalkommandos Centcom, Admiral Brad Cooper, auf der Online-Plattform X mit. Die US-Streitkräfte hätten ihre Überlegenheit auf dem Meer im Nahen Osten behauptet. In weniger als 36 Stunden seit Beginn der Blockade hätte man den Handel in den Iran und aus dem Iran über das Meer vollständig zum Erliegen gebracht, hieß es weiter.

Parallel erklärte Centcom in einem weiteren X-Beitrag, dass Zerstörer mit Lenkflugkörpern der Marine an der Blockade-Mission beteiligt seien. "Die Blockade wird unvoreingenommen gegen Schiffe aller Nationen durchgesetzt, die in die Küstengebiete oder Häfen des Irans einlaufen oder diese verlassen", hieß es darin.

China kritisierte unterdessen die Blockade als "gefährlich und unverantwortlich". Die USA hätten trotz einer vereinbarten Waffenruhe ihre Militärpräsenz verstärkt und eine gezielte Blockade verhängt, sagte der Sprecher des Außenministeriums, Guo Jiakun, am Dienstag. Dieses Vorgehen verschärfe den Konflikt, untergrabe die brüchige Waffenruhe und gefährde zudem die Sicherheit der Schifffahrt in der Straße von Hormuz. China fordere alle Parteien auf, die Waffenruhe zu achten, auf Dialog zu setzen und praktische Schritte zur Deeskalation der Spannungen in der Region zu unternehmen.

Lawrow telefonierte mit Araqchi

Auch Russlands Außenminister Sergej Lawrow sieht es als wichtig an, eine Wiederaufnahme der Kampfhandlungen im Nahen Osten zu verhindern. Dies sagte er seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araqchi in einem Telefonat am Montag, wie das russische Außenministerium mitteilte. Lawrow bekräftigte zudem Russlands Bereitschaft, bei einer Lösung der Krise zu helfen. Diese habe keine militärische Lösung. Araqchi informierte Lawrow den Angaben zufolge über die am Wochenende gescheiterten amerikanisch-iranischen Gespräche in Pakistan.

Lawrow traf am Dienstag zu Gesprächen in Peking ein, um unter anderem vor dem Hintergrund des Krieges in der Golfregion die Zusammenarbeit mit China zu intensivieren. In China wurden am Dienstag noch weitere Vertreter von Ländern begrüßt, die vom Iran-Krieg und seinen wirtschaftlichen Auswirkungen betroffen sind, darunter der Generalsekretär der Kommunistischen Partei Vietnams, To Lam, und der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohammed bin Sayed Al Nahyan.

Lawrow und der chinesische Außenminister Wang Yi wollten in Gesprächen "Meinungen austauschen und Positionen koordinieren über die Entwicklung bilateraler Beziehungen, die Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen und internationale und regionale Angelegenheiten von gemeinsamem Interesse", wie das Außenministerium in Peking im Vorfeld mitteilte. Dem russischen Außenministerium zufolge wollten beide über den Krieg in der Ukraine und die Situation im Nahen Osten beraten.

Chinas Ministerpräsident Li Qiang sagte unterdessen dem Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, dass Peking bereit sei, "weiter eine konstruktive Rolle zu spielen und zur Wiederherstellung von Frieden und Ruhe in der Golf-Region beizutragen".

Sechs Schiffe mussten umkehren

An der Blockade iranischer Häfen sind nach Angaben des US-Militärs mehr als 10.000 Soldaten, über ein Dutzend Kriegsschiffe und Dutzende Flugzeuge beteiligt. In den ersten 24 Stunden nach Inkrafttreten der von Präsident Donald Trump angeordneten Maßnahme habe kein Schiff die Blockade passiert, teilte das US-Zentralkommando mit. Sechs Handelsschiffe seien der Anweisung der US-Streitkräfte gefolgt und in einen iranischen Hafen am Golf von Oman zurückgekehrt. Die Blockade werde gegenüber Schiffen aller Nationen ausnahmslos durchgesetzt, sollten sie iranische Häfen nutzen.

Trump: Irans Marine "völlig ausgelöscht"

Die am vergangenen Dienstag verkündete Waffenruhe, die die sechswöchigen US-israelischen Luftangriffe und das iranische Vergeltungsfeuer unterbrochen hatte, läuft in einer Woche aus. Ein Sprecher des iranischen Militärs bezeichnete jegliche US-Einschränkungen der internationalen Schifffahrt als "Piraterie". Er warnte, sollte es zu einer Bedrohung iranischer Häfen kommen, werde kein Hafen am Golf oder am Golf von Oman mehr sicher sein. Die iranischen Revolutionsgarden erklärten, jedes militärische Schiff, das sich der Meerenge nähere, verletze die Waffenruhe.

Trump sagte seinerseits, die iranische Marine sei während des Krieges "vollständig ausgelöscht" worden, es verblieben nur noch wenige Schnellboote. "Warnung: Wenn eines dieser Schiffe unserer BLOCKADE auch nur nahe kommt, wird es sofort ELIMINIERT, mit demselben Tötungssystem, das wir gegen Drogendealer auf Booten auf See einsetzen. Es geht schnell und brutal", erklärte Trump in den sozialen Medien.

Die USA und Israel hatten den Krieg am 28. Februar begonnen. Daraufhin sperrte der Iran die Straße von Hormuz. Vor dem Konflikt floss fast ein Fünftel der weltweiten Öl- und Gasversorgung durch die schmale Wasserstraße. Angesichts steigender Energiepreise und innenpolitischem Druck hatte Trump die Bombardierungen in der vergangenen Woche ausgesetzt. Der Iran forderte am Montag in einem Brief an UNO Reparationen von Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain, Katar und Jordanien. Diese Länder hätten zugelassen, dass ihr Territorium für den Krieg gegen den Iran genutzt werde.

(apa/mc)

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