ÖGK kürzt und erhöht!

Was kommt auf uns zu?

(06.05.2026) Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) verschärft ihren Sparkurs – und Versicherte bekommen die Folgen jetzt deutlich zu spüren. Durch bereits beschlossene Kürzungen spart die ÖGK laut Gesundheitsministerium heuer 23,3 Millionen Euro und ab 2027 sogar jährlich 34,4 Millionen Euro ein. Besonders betroffen sind Patienten beim Zahnersatz, Krankentransporte und Krankengeld.

Die Zahlen gehen aus einer parlamentarischen Anfragebeantwortung von Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) an die Grünen hervor. Dort werden erstmals konkrete Summen genannt, die durch die neuen Maßnahmen eingespart werden sollen.

Selbstbehalt beim Zahnersatz steigt

Seit 1. Mai müssen Patienten bei unentbehrlichem Zahnersatz tiefer in die Tasche greifen. Der Selbstbehalt wurde von 25 auf 30 Prozent erhöht.

Betroffen sind unter anderem:

  • Kronen
  • Kunststoffprothesen
  • weiterer notwendiger Zahnersatz

Allein dadurch spart die ÖGK laut Ministerium:

  • 2026: 5,8 Millionen Euro
  • ab 2027 jährlich: 8,7 Millionen Euro

Die Maßnahme sorgt bereits jetzt für Kritik, weil notwendiger Zahnersatz für viele Menschen ohnehin kaum leistbar sei.

Krankentransporte nur noch bei Gehunfähigkeit

Besonders große Einsparungen erwartet sich die ÖGK bei Krankentransporten. Hier gelten seit Mai deutlich strengere Regeln.

Künftig bezahlt die ÖGK Krankentransporte nur noch dann, wenn eine ärztlich bestätigte Gehunfähigkeit vorliegt. Diese muss zudem ausführlich medizinisch begründet werden.

Zusätzlich wurde die Kostenübernahme für Transporte von einer Krankenanstalt in die nächste geeignete Einrichtung gestrichen. Diese Kosten sollen künftig die Krankenanstalten selbst übernehmen.

Die Einsparungen dadurch sind massiv:

  • 2026: 15,7 Millionen Euro
  • ab 2027 jährlich: 23,6 Millionen Euro

Das, was seit März geplant ist, kommt jetzt auf uns zu.

Familien verlieren Zuschläge beim Krankengeld

Bereits mit 1. März wurde außerdem der Familienzuschlag beim Krankengeld gestrichen.

Bisher erhielten:

  • Alleinerziehende
  • Versicherte mit Kindern ohne Einkommen des Partners

ab dem 43. Krankenstandstag einen Zuschlag von zehn Prozent.

Laut Ministerium wurden diese Zuschläge in rund 430 Fällen pro Jahr ausbezahlt.

Die Einsparungen:

  • 2026: 400.000 Euro
  • ab 2027 jährlich: 470.000 Euro

Zusätzlich verschlechterte die ÖGK leicht die Berechnung des Krankengeldes. Dadurch kommen weitere Einsparungen dazu:

  • 2026: 1,2 Millionen Euro
  • ab 2027 jährlich: 1,4 Millionen Euro

Keine Zahlen zu weiteren Verschärfungen

Keine konkreten Angaben machte das Gesundheitsministerium zu anderen Einschnitten.

Dazu zählen unter anderem:

  • strengere Regeln bei Kieferregulierungen
  • zusätzliche Begutachtungen bei verlängertem Krankengeld

Bei den Zahnspangen wurden laut Anfrage zwei Diagnosen aus dem Leistungskatalog entfernt. Wie viele Versicherte insgesamt von den Kürzungen betroffen sind, geht aus der Anfragebeantwortung allerdings nicht hervor.

Grüne sprechen von „knallharter Kürzungspolitik“

Scharfe Kritik kommt von den Grünen. Gesundheitssprecher Ralph Schallmeiner wirft der Regierung vor, bei den Einsparungen auf Kosten der Versicherten zu handeln.

„Die zuständige Ministerin nickt offenkundig Kürzungen ab, ohne zu wissen oder wissen zu wollen, wie viele Menschen konkret betroffen sind“, sagte Schallmeiner.

Weiter erklärte er: „Das ist keine solidarische Gesundheitspolitik, sondern knallharte Kürzungspolitik auf dem Rücken der Versicherten.“

Die Grünen hatten vorgeschlagen, Mittel aus dem Gesundheitsreformfonds zu nutzen, um soziale Härten abzufedern. Der Antrag wurde im Ausschuss jedoch vertagt.

(fd/apa)

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