Alles erreichbar in 15 min
Vor allem Frauen profitieren
(29.07.2026) Supermarkt, Schule, Arzt oder Freizeitangebote sollen möglichst schnell und ohne Auto erreichbar sein. Genau das ist die Idee hinter der sogenannten 15-Minuten-Stadt. Eine internationale Untersuchung zeigt, dass Wien bei der Erreichbarkeit vieler wichtiger Einrichtungen bereits vergleichsweise gut aufgestellt ist.
Besonders Frauen könnten von kurzen Wegen und gut erreichbaren Angeboten profitieren. Laut Stadtpsychologin Cornelia Ehmayer-Rosinak sind Frauen häufiger gemeinsam mit Kindern oder älteren Menschen im öffentlichen Raum unterwegs. Eine Stadt, die stärker auf deren Bedürfnisse ausgerichtet werde, komme daher allen zugute.
Supergrätzl als Wiener Beispiel
Ein Beispiel für die Umsetzung ist das Supergrätzl in Favoriten. Dort wurde der Autoverkehr in den vergangenen Jahren deutlich reduziert. Stattdessen entstanden eine Fußgängerzone, zusätzliche Grünflächen und neue Bäume. Gleichzeitig wurden rund 30 Prozent der Parkplätze gestrichen.
Künftig soll es in Wien vor allem weitere sogenannte Low-Traffic-Grätzl geben. Dabei wird der Verkehr schrittweise beruhigt, ohne ganze Viertel sofort umfassend umzubauen. Ziel ist es, die Lebensqualität zu verbessern und das Zufußgehen im Alltag attraktiver zu machen.
(VP)