Verunreinigte Babynahrung
Familie klagt Nestlé
(29.07.2026) Anfang Januar 2026 gab es bei Nestlé einen Rückruf bei BEPA-Pre-Säuglingsnahrung aufgrund des Bakteriengifts Cereulid. Nun verklagt eine Familie aus Dornbirn das Unternehmen, da ihr Kleinkind Ende 2025 deshalb wochenlang unter Magen-Darm-Beschwerden litt. Die Symptome des Babys reichten von täglichem Erbrechen über Gewichtsverlust bis hin zu Atemnot. Laut den Eltern sind die Anzeichen verschwunden, nachdem die Nahrung gewechselt wurde.
Klage gegen Großkonzern
Die Familie fordert, gestützt auf das Produkthaftungsgesetz, Schmerzengeld und Ersatz für den zusätzlichen Pflegeaufwand für das kranke Kind. Weiters betont der Anwalt der Familie, dass der Fall auch repräsentativ für andere betroffene Familien wichtig sei. Vermutlich gäbe es hier eine hohe Dunkelziffer Betroffener, die nicht gegen den Großkonzern vorgehen können. Ein Gewinn würde helfen, der Firma Konsequenzen für ihre Handlungen spüren zu lassen.
Bakteriengift in der Nahrung
Grund für die Verunreinigung der Babynahrung war ein technisches Gebrechen bei einem Zulieferer von Nestlé. Das Bakterium Bacillus cereus wurde bereits Ende 2025 entdeckt und mit dem Giftstoff Cereulid abgetötet. Dieser ist aber hitzebeständig und verblieb somit in der Babynahrung. Nestlé gibt an, dass die Restmenge sehr niedrig gewesen sei. Trotzdem starteten sie im Jänner und Februar 2026 einen Rückruf auf einige Chargen.
(cm)