Angriff mit Schwert an Schule

Ex-Schüler in Haft

(22.08.2026) Bei einem Angriff mit einem Schwert an einer Schule in Schweden ist ein Mensch ums Leben gekommen. Das teilte die Polizei bei einer Pressekonferenz in der Stadt Fagersta am Freitagabend mit. Drei Personen seien verletzt worden, zwei davon schwer. Der Angreifer war laut schwedischem Rundfunk ein 18-jähriger Ex-Schüler des Instituts. Er wurde demnach bei einem Polizeieinsatz angeschossen. Zu der toten Person gab es zunächst keine Angaben.

Die Person sei gefunden worden, nachdem die Polizei die Schule betreten und den Angreifer angeschossen und festgenommen habe, sagte der örtliche Polizeichef Tommy Alriksson am Freitag bei der Pressekonferenz. Bei den Schwerverletzten soll es sich dem Rundfunkberichten zufolge um zwei Burschen im Alter von zwölf und 17 Jahren handeln.

Verdächtiger in Polizeigewahrsam

Zu dem Vorfall kam es in der Kleinstadt Fagersta nordwestlich von Stockholm. Der 18-jährige Verdächtige befinde sich nach Angaben der Kommune in Polizeigewahrsam. Laut Boulevardmedien hat die Polizei ihm ins Bein geschossen. "Es ist zu früh, um etwas zu einem möglichen Motiv zu sagen", so ein Polizeisprecher.

Einen endgültigen Überblick über die Anzahl der Verletzten sowie die Art und Schwere der Verletzungen gab es am Abend noch nicht. "Wir haben zwei Schwerverletzte aufgenommen", sagte Jonas Cederberg, Gesundheitsdirektor der Region Västmanland, dem schwedischen Rundfunk. Eine weitere Person sei auf dem Weg, bei ihr sei die Lage noch unklar.

Alarm um 14.06 Uhr

Der Alarm war um 14.06 Uhr eingegangen. Medien berichteten von mehreren Rettungswagen und einem Polizeihubschrauber am Einsatzort. "Um 14.16 Uhr war der Täter überwältigt und konnte festgenommen werden. Dabei gab die Polizei Schüsse ab", hieß es in einer Mitteilung.

Die Schülerinnen und Schüler, die sich nach der Tat noch in der Schule befanden, durften das Gebäude laut Medienberichten stundenlang nicht verlassen. Besorgte Eltern warteten auf dem Schulhof, manche weinten nach Angaben des Fernsehsenders SVT. "Man ist unruhig", sagte eine Frau, deren Tochter am Nachmittag in der Schule ausharren musste, einer Reporterin. Das Mädchen habe sehr viel Angst, es gehe ihr schlecht. Gegen 18.00 Uhr gab die Kommune Entwarnung: Eltern könnten ihre Kinder nun abholen. Auch in anderen Kindergärten und Schulen in der Umgebung hatten Kinder aus Sicherheitsgründen zunächst bleiben müssen.

Schüler berichtet von dramatischen Szenen

Ein Schüler erzählte dem schwedischen Fernsehen, er habe gesehen, wie der Angreifer einen Mitschüler in den Arm gestochen habe. "Sein ganzer Arm war voller Blut, er sagte: Ruft die Polizei! Ruft die Polizei!" Der Alarm war um 14.00 Uhr eingegangen. Medien berichteten von mehreren Rettungswagen und einem Polizeihubschrauber am Einsatzort. Die Polizei durchsuchte das Gebäude, befragte Zeugen und führte eine technische Untersuchung durch. "Wir werden auch prüfen, ob es möglicherweise Kameraaufnahmen gibt, die für die Ermittlungen hilfreich sein könnten", sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur TT.

Die Schülerinnen und Schüler, die sich nach der Tat noch in der Schule befanden, durften das Gebäude laut Medienberichten stundenlang nicht verlassen. Besorgte Eltern warteten auf dem Schulhof, manche weinten nach Angaben des Fernsehsenders SVT. "Man ist unruhig", sagte eine Frau, deren Tochter am Nachmittag in der Schule ausharren musste, einer Reporterin. Das Mädchen habe sehr viel Angst, es gehe ihr schlecht.

"Schreckliche Nachrichten": Reaktionen auf den Angriff

Schwedens Regierungschef Ulf Kristersson schrieb in einer SMS an den Fernsehsender SVT, man wisse noch nicht, was hinter der Tat stecke, "aber wir wissen, dass die Polizei sehr intensiv arbeitet". Justizminister Gunnar Strömmer sagte dem schwedischen Fernsehen: "Die Regierung steht in engem Kontakt mit der Polizei und verfolgt die Entwicklungen laufend."

Auch die Chefin der schwedischen Sozialdemokraten, Magdalena Andersson, kommentierte den Vorfall. Bei der Plattform X schrieb sie: "Schreckliche Nachrichten aus Fagersta. Meine Gedanken sind bei den Betroffenen und allen, die davon berührt sind." Ganz Schweden stehe in dieser schweren Stunde an der Seite von Fagersta.

König Carl XVI. Gustaf drückte Betroffenen sein Mitgefühl aus

Am späten Abend drückte auch der schwedische König Carl XVI. Gustaf den Betroffenen sein Mitgefühl aus. "Mit Bestürzung und Trauer haben wir die Nachricht aufgenommen, dass Schweden erneut von einem Angriff an einer Schule getroffen wurde", hieß es in einer Mitteilung des Königshauses. Im Februar 2025 waren bei einem Amoklauf an einer Schule im schwedischen Örebro elf Menschen gestorben. "Ich möchte auch mein Verständnis für die Unruhe zum Ausdruck bringen, die das bei Schülern, Schulmitarbeitern, Eltern in Fagersta und in unserer ganzen Gesellschaft auslöst."

Bei der Schule handelt es sich den Angaben zufolge um eine weiterführende Schule in der Kommune Fagersta mit rund 500 Schülerinnen und Schülern.

(APA/CD)

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