Baby ist tot!

Kind in das Backrohr gelegt

(25.09.2026) Ein erschütternder Fall aus den USA ist mehr als zwei Jahre nach dem Tod eines nur wenige Wochen alten Babys juristisch abgeschlossen. Mariah Thomas aus Kansas City im US-Bundesstaat Missouri wurde zu 13 Jahren Gefängnis verurteilt. Die heute 28-Jährige bekannte sich schuldig, das Wohl ihres Kindes gefährdet und dadurch dessen Tod verursacht zu haben. Ihre Tochter Za’Riah war im Februar 2024 an schweren Verbrennungen gestorben, nachdem Thomas das Baby nach eigenen Angaben versehentlich in einen Backofen statt in sein Kinderbett gelegt hatte.

Mutter wollte Baby angeblich zum Schlafen legen

Der tödliche Vorfall ereignete sich am 9. Februar 2024 in Kansas City. Gegen 13.30 Uhr wurden Polizei und Rettungskräfte zu einem Haus im Bereich der 4100 Forest Avenue gerufen, weil ein Säugling nicht mehr atmete. Die Einsatzkräfte fanden das etwa einen Monat alte Mädchen mit schweren Verbrennungen. Für Za’Riah kam jede Hilfe zu spät, sie wurde noch vor Ort für tot erklärt. Die Staatsanwaltschaft von Jackson County veröffentlichte die erste Anklage am folgenden Tag, dem 10. Februar 2024.

Nach den damaligen Ermittlungsunterlagen erklärte Thomas gegenüber Familienangehörigen, sie habe ihre Tochter für einen Mittagsschlaf hinlegen wollen. Dabei habe sie das Kind jedoch nicht in dessen Babybett, sondern versehentlich in den Backofen gelegt. Ein Angehöriger sagte den Ermittlern, Thomas habe ihn angerufen und erklärt, mit dem Baby stimme etwas nicht. Als er zum Haus kam, habe er Rauch gerochen und das Kind später leblos vorgefunden.

Ermittler fanden schwere Verbrennungen

Die Polizei stufte die Umstände des Todes von Beginn an als verdächtig ein. Ermittlungsunterlagen zufolge wies das Baby massive Verbrennungen auf. Auch eine stark verbrannte Babydecke wurde sichergestellt. Die damalige Staatsanwältin von Jackson County, Jean Peters Baker, sprach nach der ersten Anklage von einer besonders grausamen Tragödie und erklärte, das Strafjustizsystem müsse auf die Umstände des Todes reagieren.

Thomas wurde zunächst wegen Gefährdung des Kindeswohls mit Todesfolge angeklagt. Später kam zusätzlich der Vorwurf des Mordes ersten Grades hinzu. Der Fall sollte ursprünglich vor Gericht verhandelt werden.

Mordanklage fallengelassen

Dazu kam es nun nicht mehr. Am 22. September 2026 bekannte sich Mariah Thomas vor einem Gericht in Jackson County schuldig, das Wohl eines Kindes ersten Grades gefährdet und dadurch dessen Tod verursacht zu haben. Im Rahmen einer Vereinbarung zwischen Staatsanwaltschaft und Verteidigung wurde die zusätzliche Mordanklage ersten Grades fallengelassen.

Das Gericht verhängte eine 13-jährige Haftstrafe im Missouri Department of Corrections. Eine Bewährungsstrafe erhielt Thomas nicht. Die bereits seit ihrer Festnahme verbrachte Zeit wird auf ihre Haftstrafe angerechnet. Zusätzlich muss sie 68 US-Dollar an den staatlichen Crime Victims’ Compensation Fund zahlen und ihre Fingerabdrücke abgeben.

13 Jahre Haft nach Tod von Za’Riah

Mit dem Schuldeingeständnis endet ein Verfahren, das seit mehr als zweieinhalb Jahren für Aufsehen sorgte. Fest steht, dass die damals einen Monat alte Za’Riah infolge der schweren Verbrennungen starb. Dass das Kind im Backofen landete, bezeichnete die Mutter gegenüber Angehörigen und Ermittlern als Versehen. Diese Darstellung stammt von Thomas selbst und erklärt nicht, wie es zu der folgenschweren Verwechslung kommen konnte. Die strafrechtliche Konsequenz steht nun fest: 13 Jahre Gefängnis für Mariah Thomas.

(fd/krone)

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