Bergrettung: 1 Tag, 3 Einsätze
Acht Personen in Bergnot
(21.10.2026) In der Steiermark mussten die Alpin-Einsatzkräfte gleich drei mal an einem Tag ausrücken. Dabei sind insgesamt acht Personen aus Bergnot gerettet worden. Unter den Geretteten war eine sechsköpfige Familie. Sie wollte mit den kleinen Kindern auf den Kaiserschild, mussten aber in der Nacht auf Mittwoch einen Notruf absetzen.
Die sechsköpfige deutsche Familie, die Urlaub in der Steiermark macht, ist am Dienstagvormittag aufgebrochen, um von einem Alpinresort in Eisenerz auf den Kaiserschild zu wandern. Um circa 21.00 Uhr haben die Deutschen dann im Bereich des Rotriegels einen Notruf abgesetzt. Sie waren zu erschöpft, um weiterzugehen.
Daraufhin sind die Einsatzkräfte der Bergrettung Eisenerz und die Alpinpolizei Hochsteiermark zu ihnen aufgestiegen. Der erste Rettungstrupp hat die Familie, die auf rund 1.860 Metern Seehöhe war, kurz vor Mitternacht erreicht. Eine Ärztin der Bergrettung hat die Familie medizinisch erstversorgt.
Doch die Bergung der sechs Personen hat bis heute gedauert. Aufgrund des starken Windes war es nicht möglich früher einen Hubschrauber einzusetzen.
In der Dunkelheit verirrt
Eine weitere Rettung am Dienstag hat es in Schladming im Bezirk Liezen gegeben. Ein 21-jähriger Israeli wollte von der Bergstation Planai zum Riesachsee wandern und hat sich dabei in unwegsames, steiles Gelände verirrt.
Er hat um circa 21.40 einen Notruf gewählt. Die Bergretter konnten seinen Standort auf etwa 1.600 Metern Seehöhe feststellen und ihn knapp eineinhalb Stunden später erreichen. Der junge Mann ist von vier Bergrettern und zwei Polizisten sicher zurück ins Tal gebracht worden.
Ebenfalls im Bezirk Liezen hat ein Vater am Dienstagabend einen Notruf abgesetzt. Der 16-jährige Sohn des Mannes hat sich bei einer Wanderung im Gesäuse von den Eltern getrennt und ist dann von der ursprünglich geplanten Route abgewichen. Eigentlich wollte er von der Planspitze in Richtung Kummerbrücke absteigen. Als es dunkel wurde und er keine Stirnlampe hatte, ist er jedoch festgesteckt. Mit dem Nothubschrauber des ÖAMTC konnten Bergrettung und Alpinpolizei den Jungen schließlich sicher bergen.
(apa/ep)