Chihuahuas totgetreten
Streit mit Frauchen eskaliert
(06.10.2026) Ein gewöhnlicher Spaziergang mit drei kleinen Hunden endet in Sebnitz in Sachsen in einer unfassbaren Tragödie. Ein 41-jähriger Mann soll eine 62-jährige Hundehalterin geschlagen und anschließend nach ihren Chihuahuas getreten haben. Zwei der kleinen Hunde überlebten die Attacke nicht. Bobby und Fritz sind tot.
Auslöser soll eine scheinbar harmlose Bitte beim Gassigehen gewesen sein.
Streit beginnt wegen Hund an der Leine
Der Vorfall ereignete sich am 28. September gegen 15.20 Uhr auf der Bahnhofstraße in Sebnitz im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.
Die 62-jährige Sabine Winkler war mit ihren drei Chihuahuas unterwegs. Ihr kam ein 41-Jähriger mit einem Mischlingshund entgegen. Nach der Schilderung der Frau lief dessen Hund auf ihre Tiere zu.
Sie soll den Mann lediglich aufgefordert haben, seinen Hund kürzer an die Leine zu nehmen.
Dann eskalierte die Situation.
Mann soll zuerst die Frau geschlagen haben
Der 41-Jährige soll seinen eigenen Hund angebunden haben und anschließend auf die Frau losgegangen sein. Nach Angaben der Polizei steht er im Verdacht, die 62-Jährige geschlagen und danach ihre Hunde getreten zu haben.
Die Halterin erlitt nach eigener Aussage Hämatome im Gesicht und am Oberkörper und verlor zeitweise das Bewusstsein.
Eine zufällig vorbeikommende Radfahrerin soll die Polizei alarmiert und sich um die verletzte Frau gekümmert haben.
Bobby stirbt auf dem Weg zum Tierarzt
Besonders schwer wurde Chihuahua Bobby getroffen. Nach Angaben seiner Besitzerin traf ihn ein Tritt im Bauchbereich und verletzte ihn so schwer, dass er noch auf dem Weg zum Tierarzt starb.
Auch für Fritz kam jede Hilfe zu spät. Er wurde bei der Attacke am Kopf schwer verletzt und starb in der darauffolgenden Nacht.
Der dritte Chihuahua überlebte und blieb bei seiner Besitzerin.
Polizei ermittelt gegen 41-jährigen Deutschen
Die Polizeidirektion Dresden ermittelt gegen den 41-jährigen deutschen Tatverdächtigen wegen Körperverletzung und eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.
Die Beamten suchen weiterhin Menschen, die den Angriff auf der Bahnhofstraße beobachtet haben.
Besonders wichtig könnte dabei die Aussage der Radfahrerin sein, die nach der Attacke zu Hilfe kam.
Für Tierquälerei drohen bis zu drei Jahre Haft
Das deutsche Tierschutzgesetz sieht für besonders schwere Fälle deutliche Strafen vor. Wer ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund tötet oder einem Tier aus Rohheit erhebliche Schmerzen und Leiden zufügt, kann mit einer Geldstrafe oder bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe bestraft werden.
Darüber hinaus kann ein Gericht bei einer entsprechenden Verurteilung auch ein Tierhalteverbot aussprechen.
Welche strafrechtlichen Konsequenzen dem 41-Jährigen im konkreten Fall drohen, hängt allerdings vom Ergebnis der Ermittlungen und einer möglichen späteren Anklage ab.
Halterin trauert um Bobby und Fritz
Für Sabine Winkler bleiben nach der Attacke nicht nur ihre eigenen Verletzungen. Sie muss mit dem Verlust von Bobby und Fritz leben, die für sie zur Familie gehörten.
Nach dem Tod ihrer beiden Chihuahuas möchte sie deren Pfotenabdrücke als Tattoos verewigen.
Aus einer kurzen Begegnung zweier Hundehalter wurde so innerhalb weniger Augenblicke eine Tat, bei der eine Frau verletzt wurde und zwei kleine Hunde ihr Leben verloren.
(fd)