Deutscher überfährt Tochter!
Todesdrama am Campingplatz
(03.09.2026) Ein Familienurlaub in Frankreich ist für eine Familie aus Stuttgart in einer Tragödie geendet. Auf einem Campingplatz in Grostenquin im Département Moselle wurde ein erst 18 Monate altes Mädchen vom SUV seines eigenen Vaters erfasst und tödlich verletzt. Der Unfall ereignete sich am Mittwoch, 2. September 2026, kurz nachdem die Familie auf dem Campingplatz angekommen war.
Unfall kurz nach der Ankunft auf dem Campingplatz
Nach Angaben französischer Medien geschah das Unglück am frühen Nachmittag auf dem Camping Capfun Tensch Jolie in Grostenquin. Die Familie war mit vier Kindern aus Stuttgart angereist. Neben dem 18 Monate alten Mädchen gehören ein siebenjähriges Kind und vierjährige Zwillinge zur Familie.
Laut der regionalen Zeitung Radio Mélodie sollte die Familie offenbar zunächst das Mobilheim wechseln. Deshalb setzte sich der 45-jährige Vater noch einmal ans Steuer des Familien-SUV. Während des Rangiermanövers näherte sich das Kleinkind dem Fahrzeug und wurde erfasst.
Staatsanwalt schildert Ablauf des tödlichen Unfalls
Der Staatsanwalt von Sarreguemines, Olivier Glady, erklärte, die Kinder seien zunächst vom Fahrzeug ferngehalten worden. Dann hätten sie sich jedoch unerwartet wieder dem SUV genähert. Dabei sei es unter tragischen Umständen zur Kollision gekommen.
Der Unfall ereignete sich laut mehreren Berichten gegen 14.15 Uhr im Bereich des Campingplatzes nahe dessen Eingang beziehungsweise Empfang. Die Familie hatte ihren Urlaub zu diesem Zeitpunkt praktisch gerade erst begonnen.
Rettungskräfte können das Mädchen nicht mehr retten
Nach dem Unfall wurden umgehend Rettungskräfte alarmiert. Trotz der Wiederbelebungsversuche konnte das 18 Monate alte Mädchen nicht mehr gerettet werden. Es starb noch am Unfallort.
Der Campingplatz Tensch Jolie liegt bei Grostenquin in der französischen Region Grand Est, im Département Moselle. Die Anlage befindet sich nahe dem Étang de la Tensch und verfügt laut Betreiber über 278 Stellplätze beziehungsweise Unterbringungsmöglichkeiten sowie einen Wasserpark.
Alkohol- und Drogentests beim Vater negativ
Bei dem 45 Jahre alten Vater wurden nach dem tödlichen Unfall Alkohol- und Drogentests durchgeführt. Beide Tests waren nach Angaben der Staatsanwaltschaft negativ. Damit gibt es bislang keine Hinweise darauf, dass Alkohol oder Drogen bei dem Unfall eine Rolle gespielt haben.
Der Vater stand nach dem Tod seiner Tochter unter Schock und konnte nach Angaben eines lokalen Berichts am Mittwoch zunächst nicht vernommen werden. Seine Befragung war für Donnerstag vorgesehen. Radio Mélodie berichtet zudem unter Berufung auf die Ermittlungsinformationen, dass derzeit keine strafrechtliche Verfolgung erwartet werde und der Fall als Unfall eingeordnet werden könnte.
Ermittlungen nach tödlichem Camping-Unfall in Grostenquin
Die französischen Behörden untersuchen dennoch die genauen Umstände des Vorfalls. Nach den bisher bekannten Erkenntnissen handelt es sich um einen tragischen Unfall beim Rangieren des Familienautos.
Die Familie aus Stuttgart hatte ihren gemeinsamen Campingurlaub in Frankreich gerade begonnen. Wenige Minuten nach ihrer Ankunft wurde daraus ein tödliches Drama.
(fd)