Drogen für Adria-Strände

Dealer-Ring zerschlagen

(06.07.2026) Italienische Ermittler haben eine italienisch-albanische Drogenorganisation zerschlagen, die Badeorte an der oberen Adria sowie mehrere Regionen Norditaliens mit Rauschgift versorgte. Bei der Operation wurden 16 Verdächtige festgenommen. Gegen insgesamt 35 Menschen wird ermittelt. Die Einsatzkräfte beschlagnahmten fast 100 Kilogramm Drogen. Zudem wurden Vermögenswerte im Wert von rund 1,1 Millionen Euro und drei Pistolen mit entfernten Seriennummern sichergestellt.

Auch mehrere Messer, Bargeld, Luxusuhren sowie ein für den Drogentransport umgebautes Auto wurden beschlagnahmt. Die Ermittlungen wurden von der Anti-Mafia-Staatsanwaltschaft in Mailand koordiniert und von der Polizei in Triest geführt.

Organisation belieferte Ferienorte an der nördlichen Adria

Nach Erkenntnissen der Ermittlerinnen und Ermittler belieferte die Gruppe neben der Lombardei, Ligurien und der Toskana in den Sommermonaten auch Ferienorte an der nördlichen Adria, darunter Lignano Sabbiadoro, Bibione, Jesolo, Caorle, Grado und Sistiana. Die Drogen sollen vor Diskotheken, Bars, Strandbädern und Beherbergungsbetrieben verkauft worden sein.

Ausgangspunkt der Ermittlungen war die Festnahme zweier mutmaßlicher Drogenkuriere bei einer Kontrolle nahe Latisana. Die Ermittler deckten nach eigenen Angaben ein weit verzweigtes Netzwerk mit Logistikstützpunkten in mehreren lombardischen Provinzen und Lieferwegen entlang der Balkanroute auf.

Nach Angaben der Behörden nutzte die Organisation verschlüsselte Kommunikationsplattformen, wechselte regelmäßig Mobiltelefone, SIM-Karten und Fahrzeuge und lagerte die Drogen in Wohnungen und Garagen, die auf Strohmänner angemeldet waren. Zudem entdeckten die Ermittler eine Marihuana-Plantage in der Provinz Pavia.

(apa/mc)

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