Wien: Haus gesprengt!

Mann (93) verhaftet!

(05.07.2026) Nach der schweren Explosion eines Einfamilienhauses in Wien-Floridsdorf verdichten sich die Hinweise auf eine mutmaßlich absichtlich herbeigeführte Gasexplosion. Ein 93-jähriger Hausbewohner steht im Verdacht, die Gasleitungen manipuliert und dadurch die Detonation ausgelöst zu haben. Das Wohnhaus wurde völlig zerstört, mehrere Nachbarhäuser beschädigt und mehrere Menschen verletzt.

Explosion riss Anrainer aus dem Schlaf

Die Explosion ereignete sich in der Nacht auf Sonntag kurz nach Mitternacht im Karl-Benz-Weg im Wiener Bezirk Floridsdorf. Die Wucht der Detonation zerstörte das Einfamilienhaus nahezu vollständig. Teile des Gebäudes gerieten zusätzlich in Brand.

Die Wiener Berufsfeuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an und begann sofort mit den Löscharbeiten. Gleichzeitig wurden angrenzende Gebäude sowie beschädigte Fahrzeuge kontrolliert, um weitere Gefahren auszuschließen.

Rettungshunde finden verschütteten Bewohner

Nach dem Einsturz des Hauses suchten Rettungshunde das Trümmerfeld nach möglichen Verschütteten ab. Ein Hund schlug bei einer Person an, weitere Rettungshunde bestätigten den Fund.

Mithilfe der Schallortungsgruppe des Katastrophenhilfsdienstes und einer Stabkamera konnte der 93-jährige Bewohner unter den Trümmern im Keller lokalisiert und geborgen werden. Der Mann erlitt Verbrennungen zweiten Grades und wurde auf die Intensivstation eines Krankenhauses gebracht.

Polizei: Gasleitungen wurden mutmaßlich manipuliert

Im Zuge der Ermittlungen ergaben sich laut Polizei Hinweise darauf, dass die Gasleitungen im Haus mutmaßlich manipuliert worden waren.

Der 93-jährige Österreicher gilt als dringend tatverdächtig. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde er wegen des Verdachts der vorsätzlichen Gemeingefährdung festgenommen. Da er weiterhin medizinisch behandelt wird, wird er derzeit im Krankenhaus bewacht.

Eine Einvernahme konnte bisher noch nicht stattfinden.

Sechs Verletzte – auch schwangere Frau im Krankenhaus

Die Druckwelle beschädigte nicht nur das zerstörte Wohnhaus, sondern auch mehrere benachbarte Einfamilienhäuser. Fassaden, Fenster und mehrere geparkte Autos wurden teilweise erheblich beschädigt.

Nach Angaben der Berufsrettung wurden insgesamt sechs Anrainer leicht verletzt. Zwei Personen mussten ins Krankenhaus gebracht werden, darunter eine 25-jährige schwangere Frau.

Mögliches Motiv noch Gegenstand der Ermittlungen

Warum es zu der mutmaßlichen Tat gekommen sein soll, ist derzeit noch unklar. Medienberichten zufolge könnte es eine zivilrechtliche Auseinandersetzung rund um das Wohnhaus gegeben haben. Die Polizei bestätigte diese Informationen bislang jedoch nicht und verwies auf die laufenden Ermittlungen.

Erst nach der Einvernahme des 93-Jährigen soll geklärt werden, ob und welches Motiv hinter der mutmaßlichen Manipulation der Gasleitungen steckt. Die Ermittlungen dauern an.

(fd/apa)

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