E. Clarke kritisiert Hollywood
gemischte Gefühle geäußert
(15.10.2026) "Game of Thrones"-Star Emilia Clarke wird bald 40 und hat gemischte Gefühle zum Thema Älterwerden. Zunächst hat sich die Schauspielerin zu dem unterschiedlichen Umgang mit Frauen und Männern in Hollywood geäußert. „Der Unterschied ist, glaube ich, dass wir als Gesellschaft Frauen immer noch schneller kritisieren als Männer“, erklärt sie in einem Interview mit der britischen Ausgabe der "Marie Claire".
Vor allem ist es für sie ein Thema, dass SchauspielerInnen, die in ihren 50ern oder 60ern sind, häufig viel schwerer an bedeutende Rollen kommen. Im Interview erklärt die 39-Jährige: „Ja, und das raubt mir den Schlaf. Ich versuche herauszufinden, wie ich mein Selbstwertgefühl nicht an die Erwartungen oder Ansichten anderer knüpfe. Und das ist wirklich schwer. Der Schlüssel zum absoluten Unglück ist der Vergleich. Ich sage nicht, dass ich das nicht mache, aber ich versuche, mich dabei zu ertappen und Stärke in dem zu finden, was ich bin.“
Für Clarke sind auch die Schönheitsideale, die durch die sozialen Medien für Frauen und Männer vorgegeben werden, ein großes Thema, bei dem sie heftige Kritik austeilt. „Ihr wollt, dass wir alle gleich aussehen? Ihr wollt einfach eine Bevölkerung mit demselben Gesicht und demselben Körper? Kommt schon, wir sind Menschen! „Wir werden uns verändern“, erklärt sie gegenüber „Marie Claire“.
Am 23. Oktober feiert die Schauspielerin ihren 40. Geburtstag. Bei dem Interview hat sie noch mit dem Jetlag von den Emmys zu kämpfen gehabt. Im Interview hat sie erklärt, dass sie "auf ungesunde Weise besessen von dem ist, was noch kommt". Zum Stichwort Selbstliebe findet der "Game of Thrones"-Star klare Worte: „Na ja, Selbstakzeptanz. Manche Menschen tun sich schwer damit, bis zur Liebe zu kommen.“ Bei der Frage, wie es ihr selbst damit geht, antwortet sie lachend, dass es ganz gut geht und sie auf dem Weg dahin ist.
Ein Blick zurück zeigt, wie turbulent der Weg von Emilia Clarke war. Kurz nach dem ersten "Game of Thrones"-Dreh im Jahr 2011 erlitt sie eine Hirnblutung. Zwei Jahre später hat sie eine weitere Hirnblutung erlitten. „Beim zweiten Mal dachte ich: Das ist einfach wirklich, wirklich, wirklich, wirklich hart. Und dann ist mein Vater gestorben, und das hat mich komplett zerlegt.“ Ihr Vater ist damals dem Krebs erlegen. Clarke ist heute davon überzeugt, dass sie für ein Jahrzehnt unter Schock gestanden ist. „Als ich 'Game of Thrones' gedreht habe, hatte ich null Neugier auf mich selbst, auf die Erfahrung, auf überhaupt irgendetwas. Ich stand einfach unter Schock. Ich war wie erstarrt, zehn Jahre lang“, erklärt sie im Interview.
(ep)