E-Scooter-Anarchie?

Chaos auf der Donauinsel

(11.05.2026) Großeinsatz auf der Wiener Donauinsel: Eine Gruppe von bis zu 50 jugendlichen E-Scooter-Fahrern hat am Samstag für Aufregung gesorgt. Die teils vermummten Jugendlichen sollen laut Polizei rücksichtslos unterwegs gewesen sein und andere Verkehrsteilnehmer gefährdet haben. Mehrere Anzeigen und sogar Verkehrsunfälle waren die Folge.

Polizei wegen E-Scooter-Gruppe alarmiert

Gegen 16 Uhr wurde eine Polizeistreife in den Bereich Wehr 1 auf der Wiener Donauinsel gerufen. Mehrere Personen hatten laut Exekutive eine größere Gruppe von E-Scooter-Lenkern gemeldet, die gefährlich und rücksichtslos unterwegs gewesen sein soll. Vor Ort trafen die Beamten schließlich auf rund 40 bis 50 Jugendliche auf E-Scootern. Laut Polizei waren einige der Jugendlichen teilweise vermummt unterwegs. Seit Wochen gibt es immer wieder Probleme mit E-Scootern und Jugendlichen, und das im ganzen Land.

Jugendliche flüchten bei Polizeikontrolle

Als die Polizei eintraf, ergriffen mehrere E-Scooter-Fahrer sofort die Flucht. Sechs Personen konnten jedoch angehalten und kontrolliert werden. Dabei stellte sich heraus, dass die gemeinsame Fahrt offenbar über soziale Medien organisiert worden war. Geplant gewesen sei eine Ausfahrt in Richtung Lobau. Die Polizei führte mehrere Identitätsfeststellungen durch und kontrollierte die Fahrzeuge genauer.

Zahlreiche Anzeigen gegen E-Scooter-Lenker

Für mehrere Jugendliche setzte es Anzeigen. Laut Polizei wurden Verstöße nach dem Kraftfahrgesetz und der Straßenverkehrsordnung festgestellt.

Unter anderem ging es dabei um:

  • fehlende Zulassungen von E-Scootern
  • mangelhafte Ausrüstung der Fahrzeuge
  • Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer
  • Entziehung der Anhaltung durch die Polizei

Zusätzlich wurden mehrere Verwaltungsanzeigen ausgestellt.

Polizei verstärkt Kontrollen auf der Donauinsel

Nach dem Vorfall reagierte das Stadtpolizeikommando Donaustadt mit zusätzlichen Maßnahmen. Für Sonntag wurde ein spezieller Streifenauftrag für die Donauinsel angeordnet.

Dabei kam es erneut zu mehreren Amtshandlungen im Zusammenhang mit E-Scootern. Laut Polizei wurden weitere Anzeigen im Verkehrsbereich erstattet und ein Organmandat ausgestellt.

Zwei E-Scooter-Unfälle am Sonntag

Am Sonntag kam es außerdem zu zwei Verkehrsunfällen mit E-Scootern auf der Donauinsel. Besonders schwer verlief ein Zusammenstoß zwischen einem E-Scooter und einem Pkw. Ein Lenker wurde dabei verletzt und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Wie schwer die Verletzungen des Mannes sind, war zunächst nicht bekannt. Das Problem mit den E-Scootern beschäftigt auch unsere deutschen Nachbarn.

Debatte um E-Scooter-Sicherheit nimmt weiter Fahrt auf

Der Vorfall auf der Wiener Donauinsel dürfte die Diskussion über strengere Regeln für E-Scooter erneut anheizen. In Wien sorgen riskante Fahrmanöver, illegale Umbauten und hohe Geschwindigkeiten bei E-Scootern immer wieder für Beschwerden. Erst zuletzt hatten Polizei und Stadt Wien angekündigt, verstärkt gegen gefährliches Verhalten im öffentlichen Raum vorzugehen. Besonders Gruppenfahrten und über soziale Medien organisierte Treffen stehen dabei zunehmend im Fokus der Behörden.

(fd/apa)

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