Tanker passieren Hormuz
Us-Iran Abkommen in kraft
(18.06.2026) Nachdem Präsident Trump und Massud Peseschkian heute ein vorläufiges Abkommen unterzeichnet haben, sind bereits die ersten Tanker durch den Hormuz gereist. Drei unter saudi-arabischer Flagge fahrende Supertanker mit insgesamt sechs Millionen Barrel Rohöl passierten am Donnerstag die Meerenge. Laut Berichten wird es aber noch dauern, bis der Schiffsverkehr wieder auf das Vorkriegsniveau kommt, da zunächst die Sicherheit gewährleistet werden muss und Minen entfernt werden müssen.
Mit sofortiger Wirkung
Der Vermittlerstaat Pakistan hat mitgeteilt, dass das Abkommen mit "sofortiger Wirkung" in Kraft trete. Teheran werde die Straße von Hormuz "unverzüglich wieder öffnen", und die USA würden die Seeblockade iranischer Häfen umgehend aufheben, gab der pakistanische Ministerpräsident Shehbaz Sharif auf X bekannt.
Laut US-Darstellung soll das Rahmenabkommen unmittelbar nach seiner Unterzeichnung Ausnahmen für den Export iranischen Rohöls ermöglichen. Die Sanktionen gegen den Iran würden erst im Zuge einer endgültigen Einigung vollständig aufgehoben. Auch die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte im Ausland wurde zugesagt. Die konkrete Umsetzung bleibt jedoch Teil der weiteren Verhandlungen.
Unterzeichnung im Schloss von Versailles
Im französischen Versailles unterzeichnete Trump das Rahmenabkommen am Rande des G7-Gipfels. Zuvor war er von Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron im Schloss empfangen worden. Auf Videoaufnahmen des Weißen Hauses, die über X verbreitet wurden, ist die Unterzeichnung zu sehen. Laut dem Weißen Haus handelt es sich bei dem Dokument um das Rahmenabkommen. Die Anwesenden quittierten den Vorgang mit Applaus, Macron schüttelte Trump die Hand und sagte: „Tolle Arbeit".
Das insgesamt 14 Punkte umfassende Abkommen sieht nach Angaben eines hochrangigen US-Regierungsbeamten auch ein sofortiges und dauerhaftes Ende des Kriegs an allen Fronten vor – einschließlich des Libanon.
Weitere Gespräche in Luzern
Vertreter beider Staaten treffen sich am Freitag im Bürgenstock-Resort oberhalb von Luzern um über offene Fragen zu sprechen. Vertreter aus Washington und Teheran werden bei dem Treffen zur Umsetzung der Vereinbarung ebenso erwartet wie Gesandte aus Pakistan, Katar und weiteren beteiligten Staaten, teilte das Schweizer Außenministerium mit. Nähere Angaben zum Ablauf der Gespräche oder zum Zeitplan gab es zunächst nicht.
(APA/SR)