Falsche Polizisten: Vorsicht!
Burgenländerin böse betrogen
(09.01.2026) Eine 73-jährige Burgenländerin ist am Donnerstag Opfer von falschen Polizisten geworden. Sie übergab an einem vereinbarten Treffpunkt im niederösterreichischen Wiener Neustadt eine mittlere fünfstellige Summe Bargeld - vermeintlich um ihre Tochter nach einem Verkehrsunfall, bei dem eine schwangere Frau verletzt und deren ungeborenes Kind getötet wurde, vor der Haft zu bewahren.
Eine Frau, die sich als Wiener Polizistin ausgab, rief die 73-Jährige aus dem Bezirk Eisenstadt-Umgebung um die Mittagszeit an, erzählte ihr von dem vermeintlichen Unfall und forderte eine Kaution von 130.000 Euro. Ein Mann gab sich als Rechtsanwalt bzw. Staatsanwalt aus und eine weitere Person weinte als vermeintliche Tochter im Hintergrund, berichtete die Landespolizeidirektion Burgenland am Freitag. Ihre Tochter, die das Ganze als Betrug enttarnte, erreichte die Pensionistin erst, als sie das Geld bereits übergeben hatte.
Der Mann, der das Geld entgegennahm, wird von der Polizei als 25 bis 30 Jahre alt, schlank und 1,70 Meter groß beschrieben. Er soll einen langen schwarzen Wollmantel, eine dunkle Jeanshose, eine Wollhaube und eine schmale schwarze Umhängetasche getragen haben. Die gelockten schwarzen Haare gingen ihm bis zum Kinn, Bart oder Brille trug er nicht.
(apa/mc)