Ganze Familie ist tot

Absturz von Aussichtsturm!

(17.07.2026) Eine tragische Familientragödie erschüttert den Harz: Zwei Erwachsene und ein Kind sind am Donnerstagnachmittag am Harzturm im niedersächsischen Torfhaus (Gemeinde Altenau, Landkreis Goslar) ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei deutet der aktuelle Ermittlungsstand auf einen suizidalen Hintergrund hin. Hinweise auf ein Fremdverschulden gibt es derzeit nicht. Der Notruf ging gegen 16.40 Uhr bei den Einsatzkräften ein. Als Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei am Unglücksort eintrafen, konnten sie für die drei Personen nichts mehr tun. Die Opfer erlagen noch an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen.

Polizei ermittelt zu den Hintergründen

Die Polizei bestätigte, dass es sich bei den Verstorbenen um zwei Erwachsene und ein Kind handelt. Zu den Hintergründen des Vorfalls machten die Ermittler aus Rücksicht auf die Angehörigen zunächst keine weiteren Angaben. Die Ermittlungen dauern an.

Am Unglücksort waren zahlreiche Einsatzkräfte im Einsatz. Die Feuerwehr sperrte den Bereich großräumig ab und errichtete Sichtschutzwände. Zudem wurde das Kriseninterventionsteam des Landkreises Goslar alarmiert, um Zeugen und Einsatzkräfte zu betreuen.

Harzturm bleibt nach Unglück geschlossen

Nach der Tragödie blieb der Harzturm am Freitag für Besucher geschlossen. Der Betreiber informierte auf seiner Homepage über die vorübergehende Schließung.

Beliebtes Ausflugsziel im Oberharz

Der Harzturm zählt zu den bekanntesten Touristenattraktionen im Oberharz. Der 65 Meter hohe Aussichtsturm wurde nach mehrjähriger Bauzeit eröffnet und gilt als Deutschlands höchster Aussichtsturm in Holz-Stahl-Bauweise.

Besucher erwartet dort:

  • Zwei Aussichtsplattformen
  • Ein Skywalk mit Glasboden in 45 Metern Höhe
  • Ein Restaurant
  • Eine 110 Meter lange Rutsche
  • Ein Aufzug sowie ein Treppenaufgang

Die Errichtung des rund zehn Millionen Euro teuren Bauwerks wurde unter anderem von Bund und Land gefördert.

Ermittlungen dauern an

Die Polizei untersucht weiterhin die genauen Umstände der Tragödie. Nach bisherigem Stand gibt es keine Hinweise auf einen technischen Defekt oder eine Beteiligung Dritter. Weitere Informationen sollen nach Abschluss der Ermittlungen bekanntgegeben werden.

Brauchst du Hilfe? Nutze bitte die Anlaufstellen!

Auf kronehit berichten wir nur in Ausnahmefällen über Suizide. Solltest du in einer Krise stecken und Selbstmordgedanken haben, erhältst du Hilfe – etwa bei der Psychiatrischen Soforthilfe unter 01/313 30 oder bei der österreichweiten Telefonseelsorge unter 142. Beide Telefonnummern sind rund um die Uhr erreichbar.

(fd)

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