WM-Finale 2026
Wer wird Weltmeister?
(17.07.2026) Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 steuert auf ihren Höhepunkt zu: Im Endspiel am Sonntag (21 Uhr MESZ/live ORF 1) trifft Europameister Spanien im New York New Jersey Stadium in East Rutherford auf Titelverteidiger Argentinien. Das Finale verspricht nicht nur den Kampf um den WM-Pokal, sondern auch ein Duell zweier Fußball-Philosophien – und den Generationenwechsel zwischen Superstar Lionel Messi und Spaniens Wunderkind Lamine Yamal.
Während Spanien nach dem zweiten WM-Titel seiner Geschichte greift, will Argentinien Geschichte schreiben: Die "Albiceleste" könnte als erste Nation seit Brasilien 1962 den Weltmeistertitel erfolgreich verteidigen.
Messi vor möglichem letzten großen Finale
Für Lionel Messi könnte es der emotionale Schlusspunkt einer einzigartigen Karriere werden. Mit 39 Jahren führt der argentinische Kapitän sein Team erneut ins WM-Finale und war bislang der überragende Spieler des Turniers. Acht Tore und vier Assists machen den Weltmeister von 2022 erneut zum entscheidenden Faktor auf dem Weg zum Titel.
Besonders emotional wird das Endspiel auch deshalb, weil Messi auf das Land trifft, in dem er zur Legende wurde. Der Weltstar wurde in der berühmten Nachwuchsakademie La Masia ausgebildet und gewann mit dem FC Barcelona unter anderem viermal die Champions League sowie zehn spanische Meisterschaften.
"Ich kenne die Mannschaft gut. Sie spielen ihre Fußball-Philosophie seit vielen Jahren", sagte Messi vor dem Finale und erwartet ein enges Duell. "Ich kann mir vorstellen, dass es ein ausgeglichenes Spiel wird."
Lamine Yamal steht für Spaniens neue Generation
Auf der Gegenseite führt Lamine Yamal die nächste Generation des Weltfußballs an. Der erst 19-Jährige zählt bereits zu den größten Stars des Turniers und soll Spanien nach dem EM-Triumph nun auch zum WM-Titel führen.
Die Mannschaft von Teamchef Luis de la Fuente überzeugte bislang vor allem als geschlossenes Kollektiv. Das spanische Mittelfeld um Rodri kontrolliert Spiele mit hoher Passsicherheit und enormer Spielintelligenz. Defensiv präsentiert sich die "Furia Roja" ebenfalls nahezu fehlerlos – Torhüter Unai Simón musste im gesamten Turnier bislang lediglich einmal hinter sich greifen. Im Halbfinale ließ Spanien Vizeweltmeister Frankreich beim 2:0 kaum eine Chance.
Argentinien lebt von Mentalität und Comeback-Qualitäten
Argentinien musste sich den Finaleinzug deutlich härter erarbeiten. Zwar gewann der Titelverteidiger seine Vorrundengruppe souverän, in der K.-o.-Phase wurde es jedoch mehrfach dramatisch.
Sowohl gegen Kap Verde als auch gegen die Schweiz rettete sich die Mannschaft erst in der Verlängerung weiter. Gegen Ägypten und zuletzt England drehte die Elf von Lionel Scaloni jeweils einen Rückstand und bewies einmal mehr ihre außergewöhnliche Moral. Der 2:1-Halbfinalsieg gegen England gilt als eines der emotionalsten Spiele des Turniers.
Sportlich treffen zwei völlig unterschiedliche Spielideen aufeinander. Spanien setzt auf Ballbesitz, Kontrolle und taktische Präzision. Argentinien dagegen lebt von Leidenschaft, defensiver Kompromisslosigkeit und der Fähigkeit, selbst engste Spiele für sich zu entscheiden.
Während Rodri das spanische Spiel dirigiert und Yamal mit seiner Dynamik für Gefahr sorgt, bauen die Südamerikaner auf Abwehrchef Cristian Romero sowie das laufstarke Mittelfeld um Enzo Fernández und Alexis Mac Allister. Über allem steht jedoch Lionel Messi, der erneut den Unterschied ausmachen kann.
Experten erwarten deshalb ein Finale auf höchstem Niveau – mit Spaniens spielerischer Dominanz gegen Argentiniens Siegermentalität.
Welt blickt auf das Finale in New Jersey
Das Endspiel zählt schon vor dem Anpfiff zu den größten Sportereignissen des Jahres. Erstmals treffen der amtierende Europameister und der amtierende Weltmeister in einem WM-Finale aufeinander. Weltweit wird das Duell zwischen Messi und Yamal als symbolischer Staffelstab zwischen zwei Generationen des Weltfußballs gesehen.
Zusätzliche Aufmerksamkeit erhält das Finale durch eine Premiere: Erstmals in der Geschichte der Fußball-Weltmeisterschaft erhalten die Sieger neben dem WM-Pokal auch spezielle FIFA-Championship-Ringe – eine Neuerung, die bereits im Vorfeld kontrovers diskutiert wird.
Das WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien findet am Sonntag, dem 19. Juli 2026, im New York New Jersey Stadium (MetLife Stadium) in East Rutherford statt. Anpfiff ist um 21 Uhr MESZ (15 Uhr Ortszeit).
(fd/apa)