Gefährlicher Bräunungstrend

Dermatologin warnt

(03.09.2026) Diesen Sommer geht ein neuer Trend auf den sozialen Medien viral: das sogenannte "Tanmaxxing". Hinter dem Trend steckt das Vorhaben, in möglichst kurzer Zeit extrem braun zu werden. Dabei verweilen Personen während der Mittagshitze bei einem hohen UV-Index möglichst lange in der Sonne.

Die Wiener Dermatologin Barbara Franz äußerte im "Heute"-Interview ihre Bedenken zu dem aktuellen Trend: „Ich halte es für brandgefährlich, dass in Social Media selbst ernannte Spezialisten, egal zu welchem Thema, ihre Meinung kundtun.“

Franz betont, dass es keine gesunde Bräune gibt. Insbesondere zur Mittagszeit stellt die Sonne aufgrund des hohen UV-Index eine Hautbelastung dar.

Belastungsgrenze Haut

Für die Wiener Dermatologin handelt es sich bei der Behauptung, dass sich die Haut an die Sonne gewöhnt, um einen Irrtum. Sie erklärt, dass der menschliche Körper nur wenige Minuten lang die Möglichkeit hat, UV-Strahlung selbst auszugleichen. Schon lange bevor ein sichtbarer Sonnenbrand erscheint, kann das lange Verweilen in der Sonne zu Schäden auf der zellulären Ebene führen.

UV-Strahlung begünstigt nicht nur die Hautalterung und Falten, sie steigert auch das Risiko für Hautkrebs.

Vorsicht im Urlaub

Dr. Barbara Franz erklärt außerdem, dass besonders die konzentrierte UV-Expansion im Urlaub bedenklich ist. Personen, die sich im Alltag vermehrt in der Sonne aufhalten, können bestimmte Formen der Adaption der Haut gegenüber Strahlung entwickeln. Anders ist das bei den Urlaubern, die sich die Vormonate im Büro aufhalten und im Anschluss extrem intensiv Sonne tanken. Besonders gefährdet ist vor allem der keltische Typ, mit roten Haaren, heller Haut und hellen Augen.

(Heute/ep)

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