Horror-Busunfall

Mindestens 22 Todesopfer

(02.09.2026) Bei einem schweren Busunglück auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel sind am Mittwoch 22 Menschen ums Leben gekommen, 28 weitere wurden verletzt. Der Bus verunglückte auf der Straße zwischen den beliebten Urlaubsorten Dahab und Nuweiba am Roten Meer. Unter den Todesopfern sind nach Angaben jordanischer Behörden auch mehrere Staatsbürger aus Jordanien.

Bus überschlägt sich

Der Unfall ereignete sich am Morgen des 2. September auf der Dahab-Nuweiba-Road in Süd-Sinai. Nach aktuellen ägyptischen Berichten überschlug sich der Bus auf dem Weg Richtung Nuweiba. Eine zentrale Ursache dürfte ein geplatzter Reifen gewesen sein, endgültig geklärt ist der Unfallhergang aber noch nicht.

Die ägyptische Regierung hat inzwischen eine Kommission eingesetzt. Sie soll unter anderem den technischen Zustand des Busses, den Zustand des Fahrers und die Sicherheit der Straße untersuchen.

22 Tote, 28 Verletzte

Das ägyptische Gesundheitsministerium bestätigte am Nachmittag die aktualisierte Bilanz von 22 Toten und 28 Verletzten. Zunächst war von 16 Todesopfern die Rede gewesen.

20 Rettungswagen wurden zum Unfallort geschickt. Von den Verletzten kamen 13 ins internationale Krankenhaus von Sharm el-Sheikh, neun ins Krankenhaus von St. Katharina und sechs in den Al-Fayrouz Medical Complex.

Zehn Jordanier unter den Toten

Im Bus befanden sich sowohl ägyptische als auch jordanische Staatsbürger. Der jordanische Staatssender Al-Mamlaka berichtet von zehn jordanischen Todesopfern. Nach dessen Angaben war der Bus von Kairo auf dem Weg nach Amman und hatte insgesamt 43 Menschen an Bord, darunter 22 Jordanier.

Das jordanische Außenministerium bestätigte offiziell, dass Jordanier unter den Toten und Verletzten sind. Ein Team der jordanischen Botschaft in Kairo wurde nach Nuweiba geschickt, um Verletzte zu betreuen und die Rückführung der Todesopfer zu organisieren.

Waren Touristen im Bus?

Dass sich der Unfall in einer beliebten Ferienregion ereignete, bedeutet nicht automatisch, dass es sich um einen klassischen Touristenbus handelte. Nach dem bisherigen Stand war es ein Passagierbus mit Ägyptern und Jordaniern auf einer Verbindung von Kairo Richtung Jordanien.

Ob sich darunter ausländische Urlauber anderer Nationalitäten befanden, ist derzeit nicht bestätigt. Deutsche oder österreichische Opfer wurden bislang nicht gemeldet.

Unfall nahe beliebter Urlaubsorte

Dahab und Nuweiba liegen an der Ostküste der Sinai-Halbinsel am Roten Meer. Die Region ist international vor allem bei Tauchern, Schnorchlern und Badeurlaubern beliebt. Dahab gehört zu den bekanntesten Tauchdestinationen Ägyptens, während Nuweiba zugleich eine wichtige Verbindung Richtung Jordanien darstellt.

Das macht das Unglück auch für Urlauber relevant, obwohl nach aktuellem Stand nicht feststeht, dass klassische Pauschaltouristen unter den Opfern waren.

Schwere Verkehrsunfälle in Ägypten

Ägypten kämpft seit Jahren mit einer hohen Zahl tödlicher Verkehrsunfälle. Nach Angaben der staatlichen Statistikbehörde kamen im vergangenen Jahr knapp 6000 Menschen im Straßenverkehr ums Leben. Erst im August starben bei einem weiteren schweren Unfall in Ismailia 18 Menschen, rund 30 wurden verletzt.

Die Untersuchungen zum Busunglück von Dahab laufen weiter. Vor allem der mutmaßliche Reifenplatzer, der technische Zustand des Fahrzeugs und die Frage, ob weitere Faktoren zum Kontrollverlust führten, stehen jetzt im Mittelpunkt.

(fd/apa)

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