Hündchen gerettet!
Nach Unwetter im Burgenland
(02.06.2026) Heftige Gewitter und Sturmböen haben am Sonntag zahlreiche Feuerwehren und Rettungskräfte im Burgenland beschäftigt. Besonders dramatisch war ein Einsatz in Kemeten im Bezirk Oberwart, wo ein Pkw von der Fahrbahn abkam und im Strembach landete. Während sich die Insassen selbst retten konnten, musste ein Hund aus dem Fahrzeug geborgen werden.
Auto stürzt in Bach – Hund bleibt im Fahrzeug zurück
Der Unfall ereignete sich kurz vor 16 Uhr. Aus bislang unbekannter Ursache geriet ein Fahrzeug in Kemeten in den Strembach. Die Menschen im Auto konnten sich noch rechtzeitig selbst aus dem Wagen befreien.
Für einen Hund, der sich ebenfalls im Fahrzeug befand, wurde die Situation jedoch kritisch. Die Feuerwehr rückte umgehend aus und konnte das Tier wenig später unverletzt aus dem Pkw retten. Auch die Fahrzeuginsassen blieben nach ersten Informationen unverletzt.
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Das arme, klatschnasse Hündchen.
Gewitterfront sorgt für zahlreiche Feuerwehreinsätze
Die Unwetter brachten nicht nur starken Regen, sondern auch heftige Windböen mit sich. Mehrere Feuerwehren mussten ausrücken, um umgestürzte Bäume von Straßen zu entfernen.
Unter anderem war die Bundesstraße in Litzelsdorf von umgestürzten Bäumen betroffen. Einsatzkräfte sicherten die Straßen und beseitigten die Hindernisse, um den Verkehr wieder freizugeben.
Dramatische Szenen am Neusiedler See
Auch am Neusiedler See sorgte die Gewitterfront für gefährliche Situationen auf dem Wasser. Gegen 16 Uhr entdeckte die Wasserrettung während des Unwetters ein manövrierunfähiges Elektroboot mit sechs Personen an Bord.
Der Elektromotor war ausgefallen, das Boot trieb aufgrund der starken Windböen unkontrolliert auf dem See. Die Wasserrettung sicherte das Boot und betreute die Passagiere, bis die Feuerwehr das Fahrzeug sicher in den Heimathafen schleppen konnte.
Vier Stand-up-Paddler geraten in Seenot
Nur wenige Stunden später kam es zu einem weiteren Einsatz. Kurz vor 19 Uhr wurden vier Stand-up-Paddler bei Podersdorf als vermisst beziehungsweise in Seenot gemeldet.
Die Wetterbedingungen hatten sich auf dem See innerhalb kurzer Zeit verschlechtert. Einsatzkräfte der Feuerwehr Weiden konnten die Wassersportler schließlich lokalisieren und sicher an Bord eines Feuerwehrbootes nehmen. Anschließend wurden alle vier Personen unverletzt an Land gebracht.
Wetterdienste warnten vor schweren Gewittern
Bereits im Vorfeld hatten Meteorologen vor kräftigen Gewittern in Ostösterreich gewarnt. Besonders das Burgenland war von Starkregen, Sturmböen und lokalen Gewitterzellen betroffen.
Die Einsätze am Sonntag zeigen erneut, wie schnell sich Wetterlagen am Neusiedler See verändern können. Gerade Wassersportler werden von Einsatzorganisationen regelmäßig dazu aufgerufen, Wetterwarnungen zu beachten und bei aufziehenden Gewittern das Wasser rechtzeitig zu verlassen.
Einsatzkräfte ziehen positive Bilanz
Trotz mehrerer gefährlicher Situationen verliefen die Einsätze glimpflich. Weder bei dem Fahrzeug im Strembach noch bei den Vorfällen am Neusiedler See wurden Menschen verletzt.
Dank des raschen Eingreifens von Feuerwehr und Wasserrettung konnten auch alle Tiere und Wassersportler sicher gerettet werden. Für die Einsatzkräfte bedeutete das Unwetter dennoch einen arbeitsreichen Sonntag mit zahlreichen Alarmierungen in mehreren Bezirken des Burgenlands.
(fd/apa)