Hightech DIY in der Klasse?
Makerspaces an Schulen!
(09.07.2026) Mit sogenannten Makerspaces, einer offenen Hightech-Werkstatt, soll ein inklusiverer Zugang zu neuen Technologien geschaffen und der klassische Werkunterricht auf Vordermann gebracht werden. Im Rahmen des Pop-up-Projekts (Places of Possibility), welches von Georg Regal vom AIT (Austrian Institute of Technology) koordiniert wird, sollen schon diesen Herbst Makerspaces an einer Schule erprobt werden.
Längere Geschichte der Maker
Der Begriff „Maker“ ist schon in den 2000er Jahren aufgekommen: Damals steht er für eine Generation von “Do-it-yourself”-Bastlern, die digitale Technologie mit traditionellen Handwerkstechniken verbinden. Es geht um eine neue Art von Kreativität, Zusammenarbeit und praxisnahem Lernen.
Dieser neugefundene Erfindergeist löst eine Bewegung aus, die nicht nur die Start-up-Kultur zur Folge hatte, sondern auch Infrastrukturen in Städten mit solchen offenen Werkstätten ermöglicht und für Makerfaires in der Szene verantwortlich war.
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Vom Konzept zur Wirklichkeit
Die Einbindung der Maker-Culture an Schulen wird schon seit Längerem von Erziehungswissenschaftlern diskutiert, denn die Maker-Education soll von der Problemlösekompetenz, dem Technikverständnis und der Teamworkfähigkeit bis hin zum kritischen Denken alles fördern.
Damit diese Soft Skills gestärkt werden können, entwickelt das Projekt eine mobile Makerspace, die mehrere Monate an Schulen oder Jugendzentren stehen und dort auch verweilen soll. Regal betont, man solle nicht bloß Tutorials abarbeiten, sondern es soll die Möglichkeit geboten werden, intrinsisch motivierte Projekte zum Leben erwecken zu können. Das benötigt nun einmal mehr Zeit als nur einen Tagesworkshop für ein paar Stunden.
Kein Schubladendenken erlaubt
Das Besondere an dem Makerbegriff: Es gibt keine offizielle Definition eines Makers. Sobald ein physisches Objekt mithilfe digitaler Technologie entsteht, kann man sich als Maker betiteln. Diese Offenheit wird als Möglichkeit gesehen, andere Zielgruppen als die klassischen Heimwerker-Stereotypen anzusprechen.
Insbesondere sollen so Mädchen in einer fast schon selbstverständlichen Weise dazu angeregt werden, sich mit Elektrotechnik, Robotik oder 3D-Druck zu beschäftigen. In Vorprojekten, wie FEm*mad oder All Makers, konzentrierte man sich auf Gender-Aspekte sowie soziale und kollaborative Gesichtspunkte. Genau diese Ergebnisse fließen jetzt auch in die Gestaltung des Projekts mit ein.
(ve)