Hormuz blockiert

Ölpreis steigt wieder

(13.07.2026) Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran spitzt sich erneut zu. Nach weiteren gegenseitigen Angriffen droht die Lage am Persischen Golf weiter zu eskalieren. Im Mittelpunkt steht dabei die Straße von Hormuz, eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt. Die Unsicherheit ließ die Ölpreise deutlich steigen – mit möglichen Folgen für Spritpreise und die Weltwirtschaft.

Iran meldet Sperre der Straße von Hormuz

Der Iran erklärte am Sonntag, die Straße von Hormuz bis auf Weiteres gesperrt zu haben. Die USA widersprechen dieser Darstellung und betonen, dass die Schifffahrt weiter möglich sei. Nach Angaben des US-Militärs wurden allein in den vergangenen 24 Stunden rund 20 Schiffe sicher durch die Meerenge eskortiert.

Über die Straße von Hormuz wurde vor Beginn des Krieges rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggasexports transportiert. Deshalb gilt jede Bedrohung der Route als Risiko für die globale Energieversorgung.

Neue Angriffe auf beiden Seiten

Die USA meldeten weitere Angriffe auf iranische Raketenstellungen, Luftabwehrsysteme und militärische Infrastruktur. Der Iran erklärte im Gegenzug, amerikanische Einrichtungen in Bahrain, Kuwait, Jordanien und Oman attackiert zu haben. Zudem wurden aus dem Iran mehrere Todesopfer und Verletzte nach neuen US-Luftangriffen gemeldet.

Ölpreise ziehen kräftig an

Die Eskalation machte sich sofort an den Rohstoffmärkten bemerkbar. Der Preis für die Nordseesorte Brent stieg zeitweise auf fast 80 US-Dollar je Barrel, zuletzt lag er bei rund 77 Dollar. Auch US-Öl (WTI) verteuerte sich deutlich.

Steigende Ölpreise wirken sich oft zeitversetzt auf die Kosten für Benzin, Diesel und Heizöl aus. Sollten die Spannungen weiter zunehmen oder die Straße von Hormuz tatsächlich länger blockiert werden, könnten die Energiepreise weltweit weiter steigen.

Diplomatie gerät ins Wanken

Das erst im Juni geschlossene Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran steht nach den jüngsten Angriffen auf der Kippe. Teheran erklärte, sich bei weiteren Verstößen der USA nicht mehr an die Vereinbarung gebunden zu fühlen.

UNO-Generalsekretär António Guterres sowie zahlreiche internationale Politiker, darunter auch Österreichs Außenministerin Beate Meinl-Reisinger, riefen beide Seiten zu einer raschen Rückkehr an den Verhandlungstisch auf. Sie warnen vor den Folgen einer weiteren Eskalation für die Stabilität der Region und die Weltwirtschaft.

(fd/apa)

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