Motorradrennen in Brno
Philipp Steinmayr (32) ist tot
(13.07.2026) Der österreichische Motorradrennfahrer Philipp Steinmayr (am Titelbild der zweite von links) ist bei einem tragischen Rennunfall auf dem Automotodrom Brno in Tschechien ums Leben gekommen. Der Oberösterreicher wurde nur 32 Jahre alt. Der Unfall ereignete sich am Samstag während eines Rennens der Alpe-Adria-International-Motorcycle-Championship. Auch der rumänische Fahrer Adrian Rus (43) starb später an den Folgen des Crashs.
Tödlicher Unfall beim Start des Rennens
Das Unglück passierte kurz nach dem Start des Rennens der Klassen Superstock 1000 und Superbike auf dem traditionsreichen Masaryk-Ring in Brünn. Nach bisherigen Informationen hatte Philipp Steinmayr unmittelbar nach dem Start ein technisches Problem an seinem Motorrad und blieb auf der Strecke stehen. Er soll noch versucht haben, die nachfolgenden Fahrer mit einem Handzeichen zu warnen. Trotzdem kam es zur folgenschweren Kollision: Der herannahende Adrian Rus konnte nicht mehr rechtzeitig ausweichen und prallte mit hoher Geschwindigkeit gegen Steinmayr.
Für den Oberösterreicher kam trotz sofortiger medizinischer Versorgung jede Hilfe zu spät. Adrian Rus wurde in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht, wo er später ebenfalls seinen schweren Verletzungen erlag.
Veranstalter sagen gesamtes Rennwochenende ab
Nach der Tragödie entschieden die Veranstalter, das komplette restliche Rennprogramm in Brünn abzusagen. Betroffen waren unter anderem:
- Supersport 300 European Cup
- Supersport 600 European Cup
- Superstock 1000 European Cup
- Women's European Championship
FIM Europe, die Alpe Adria Motorcycle Union und das Automotodrom Brno sprachen den Familien, Freunden und Teams der beiden verstorbenen Fahrer ihr tiefstes Mitgefühl aus. Weitere Details zum Unfall wurden zunächst aus Respekt vor den Angehörigen nicht veröffentlicht.
Philipp Steinmayr war in der internationalen Motorradszene bekannt
Philipp Steinmayr galt als einer der bekanntesten österreichischen Motorradrennfahrer der vergangenen Jahre. Der Oberösterreicher fuhr lange in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) und war dort Stammfahrer in der Superbike-Klasse. Sein letzztes IDM-Rennen bestritt er vor zwei Jahren.
Auch im internationalen Langstreckensport machte sich Steinmayr einen Namen. 2026 nahm er mit dem Team National Motos Honda FMA an den legendären 24 Heures Motos teil. Die FIM Endurance World Championship würdigte den Österreicher nach seinem Tod mit einer öffentlichen Trauerbotschaft und sprach seiner Familie sowie seinem Team ihr Beileid aus.
Letzter Instagram-Beitrag vor wenigen Wochen
Erst vor rund fünf Wochen hatte sich Philipp Steinmayr auf Instagram bei seinen Fans gemeldet. Darin gab er bekannt, künftig nicht mehr für das Team National Motos Honda FMA zu starten. Sein plötzlicher Tod löste in der internationalen Motorradsport-Szene zahlreiche Beileidsbekundungen aus.
Motorsport trauert um zwei Fahrer
Der schwere Unfall überschattete das gesamte Motorsport-Wochenende. Während zeitgleich die MotoGP am Sachsenring und die Superbike-WM in Donington Park ihre Rennen austrugen, stand in Brünn plötzlich alles still. Der Tod von Philipp Steinmayr und Adrian Rus löste international große Bestürzung aus. Motorsport-Verbände, Teams und Fahrer gedachten der beiden Piloten und sprachen ihren Familien ihr Mitgefühl aus.
(fd/krone)