Italien macht Strandbäder dicht
Erste Privatstrände weg
(05.08.2026) Pünktlich zur Hochsaison sorgt Italien für Aufsehen. Im wichtigsten Urlaubsmonat des Jahres, August, werden an ersten Küstenabschnitten private Strandbäder entfernt. Der Grund: es wird mehr Platz für frei zugängliche Strandabschnitte geschafft.
Sichtbar ist das derzeit in Ostia. Die Anlage des Stadtstrands von Rom wird aktuell vollständig abgerissen. Das bekannte Strandbad "Shilling" wird wegen Bauvergehen und weiterer Vorwürfe gegen den Betreiber beschlagnahmt.
Mehr frei zugängliche Strandabschnitte
Roms Bürgermeister Roberto Gualtieri will stattdessen eine "Spiaggia Libera" schaffen – einen frei zugänglichen Strandabschnitt für alle. Auch der Strandclub "Village" ist davon betroffen. Der Betrieb wird einer Genossenschaft übertragen, nachdem ihnen die Konzession entzogen wird.
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EU-Druck sorgt für Veränderungen an der Küste
Entlang der rund 7.500 Kilometer langen italienischen Küste geraten die sogenannten Stabilimenti Balneari zunehmend unter Beschuss. Die Behörden diskutieren bereits über Maßnahmen, um den freien Zugang zum Meer zu verbessern. Die Kritik, dass viele Strandabschnitte teuer und durch hohe Zäune nicht mehr für die Öffentlichkeit betretbar sind erzwingt eine baldige Änderung.
Rechtlich gilt: Die italienische Küste gehört dem Staat. Der Zugang zum Meer muss also grundsätzlich kostenlos möglich sein.
Die komplette Abschaffung der privaten Strandbäder ist derzeit jedoch nicht durchführbar. Die beliebten Beach-Clubs werden auch künftig ein fixer Bestandteil vieler italienischer Küsten bleiben.
Fest steht: Der Trend geht zu mehr öffentlichen Strandflächen. Für Urlauber bedeutet das langfristig mehr kostenlose Zugänge zum Meer und einen deutlich günstigeren Strandtag in Italien.
(MG)