14-jähriger bleibt in U-Haft

Terrorverdächtiger

(05.08.2026)

Schon am 20. Juli ist ein 14-jähriger wegen des Verdachts des versuchten Beitrags zu terroristischen Straftaten festgenommen worden. Die für Mittwoch angesetzte Haftprüfungsverhandlung wurde abberaumt, da die Verteidigung des Jugendlichen auf eine Durchführung verzichtet hat, sagt die Sprecherin des Innsbrucker Landesgerichts, Birgit Fink, zur APA. Daher verlängert sich die Untersuchungshaft bis vorerst 7. September.

Als Haftgründe sind Tatbegehungs- und Verdunkelungsgefahr angenommen worden. Der Fall war vergangene Woche medial bekannt geworden, daraufhin erfolgte eine Bestätigung durch die Innsbrucker Staatsanwaltschaft. Wie aus Ermittlerkreisen in Erfahrung zu bringen war, soll sich der mutmaßlich Rechtsextreme über einen Messenger-Dienst mit einem Gleichgesinnten über Anschlagspläne ausgetauscht haben. Wie der APA bestätigt wurde, erfolgte die Festnahme wegen "Gefahr im Verzug" an der Adresse des erst seit kurzem strafmündigen Schülers. Sie wurde von Beamten der Sondereinheit Cobra vollzogen. Der Bub sei in geordneten Verhältnissen aufgewachsen. Es handle sich um ein "normales, nach außen hin unauffälliges Kind", hieß es.

Bei einer mit der Festnahme verbundenen Hausdurchsuchung wurden einschlägiges, auf eine rechte Gesinnung hindeutendes Propaganda-Material, ein Kampfmesser, eine Air-Soft-Waffe und zwei taktische Helme sichergestellt, wobei einer mit einer GoPro-Kamera zum Livestreamen von Anschlägen ausgerüstet gewesen sein soll. Der junge Tiroler befand sich seit 22. Juli in der Justizanstalt (JA) Innsbruck.

(FJ/APA)

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