Dürre drückt Getreideernte
Sorge um Mais und Kartoffeln
(05.08.2026) Die anhaltende Trockenheit und Hitze treffen die heimische Landwirtschaft in diesem Jahr schwer.
Die Agrarmarkt Austria (AMA) erwartet heuer 2,5 Mio. Tonnen Getreide ohne Mais. Das entspricht einem Rückgang von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr und liegt 14,4 Prozent unter dem Fünfjahresdurchschnitt.
Stark betroffener Weizenanbau
Besonders stark betroffen ist der Weizenanbau. Die Weichweizenernte fällt um mehr als 22 Prozent geringer aus als im Vorjahr, in einzelnen Regionen brechen die Erträge aufgrund der Dürre sogar um bis zu 50 Prozent ein. Dennoch ist die Versorgung mit Brotgetreide laut AMA nicht gefährdet. Ausreichende Mengen für die Herstellung von Brot, Mehl und Backwaren sind vorhanden, zudem ist die Qualität des geernteten Getreides sehr gut.
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Sorge um Maisernte
Mehr Sorgen gibt es zu der bevorstehenden Maisernte. Die Bestände gelten wegen der anhaltenden Trockenheit als stark gefährdet. Auch bei Kartoffeln, Kürbis, Soja und Zuckerrüben rechnen Landwirtschaftsvertreter mit deutlichen Ertragseinbußen. So bildet Mais teilweise keine Kolben mehr und wird bereits als Silofutter für Nutztiere verwendet.
Wirtschaftlich bleibt die Lage für viele Betriebe angespannt. Die finanziellen Auswirkungen der Dürre lassen sich derzeit noch nicht ermitteln. Erste Schadensschätzungen sollen in der kommenden Woche präsentiert werden.
(APA/MG)