NEOS wollen Sonntagsöffnung
Für eigentümergeführte Läden
(05.08.2026) Die NEOS drängen erneut auf eine Sonntagsöffnung im Handel. Sie fordern, dass eigentümergeführte Geschäfte öffnen können sollen, soweit keine Mitarbeitende davon betroffen seien. Zudem wolle man bundeseinheitliche Regelungen, "wie wir die Ladenöffnungszeiten-Möglichkeiten ausnützen können", sagte NEOS-Wirtschaftssprecher Markus Hofer am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Wien.
Österreich habe eine der rigidesten Ladenöffnungszeiten-Regelungen in ganz Europa, so Hofer. In Schweden gäbe es seit 1972 eine vollständig liberalisierte Ladenöffnung, in Italien seit 2012 und in Deutschland habe man sich durchgerungen, dass man zumindest an zehn Sonntagen im Jahr Geschäfte offen lassen könne. Das schade in Österreich der Wirtschaft in einem Zeitpunkt, an dem es gerade dem Handel auch nicht rosig gehe. Hofer sprach von Milliarden an Umsatzentgängen, die auch dem Fiskus abgehen würden. "Etwas, was wir uns zum jetzigen Zeitpunkt, nur ganz schwer leisten können."
Eine Absage kam bereits von der SPÖ. "Ein freier Sonntag erhöht die Lebensqualität enorm, weil er Zeit für Erholung und gemeinsame Zeit mit der Familie ermöglicht. Der arbeitsfreie Sonntag stellt sicher, dass es einen Tag in der Woche gibt, an dem alle Familienmitglieder Zeit füreinander haben", wird SPÖ-Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim in einer Aussendung zitiert.
(FJ/APA)