Italien verstärkt Grenzkontrollen

500 zusätzliche Polizisten

(04.08.2026) Die italienische Regierung will die Kontrollen an den Landesgrenzen und im Bereich Migration verstärken. Das Kabinett von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni plant dazu die Einstellung von 500 zusätzlichen Polizeibeamten, wie aus einem Entwurf für ein neues Dekret hervorgeht. Die zusätzlichen Kräfte sollen insbesondere bei Grenzkontrollen, Identitäts- und Sicherheitsüberprüfungen sowie bei der Erfassung biometrischer Daten eingesetzt werden.

Die neuen Stellen können demnach frühestens ab dem 1. Dezember 2026 geschaffen werden. Sie sollen die Arbeit der Grenzpolizei und der Polizeidienststellen unterstützen, die für die Überprüfung von Migranten und die Bearbeitung entsprechender Verfahren zuständig sind. Die Verstärkung der Kontrollen wird den italienischen Staat langfristig finanziell belasten. Für die Umsetzung der Maßnahme und die damit verbundenen Betriebskosten sind laut dem Dekret-Entwurf im Jahr 2026 zunächst rund 1,95 Millionen Euro vorgesehen.

In den folgenden Jahren sollen die Ausgaben deutlich steigen: Für 2027 sind rund 20,3 Millionen Euro eingeplant, für 2028 etwa 27 Millionen Euro. Ab 2036 sollen sich die jährlichen Kosten nach derzeitigem Stand auf knapp 28 Millionen Euro belaufen. Die Mittel sollen unter anderem für die zusätzlichen Polizeistellen, die erweiterten Grenzkontrollen und die laufenden Verwaltungskosten eingesetzt werden.

(FJ/APA)

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