Schwimmunterricht: zu wenig Bäder

Fehlende Kapazitäten

(04.08.2026)

Österreichs Schwimminfrastruktur verfügt über zu wenig Hallenbäder und Wasserflächen für den Ganzjahresbetrieb. Auch die Kapazitäten für Kindergärten, Schulen und Vereine fehlen. Das zeigt eine bundesweite Erhebung des Österreichischen Schwimmverbandes (OSV), die heute Vormittag am Badeschiff in Wien bei einer Pressekonferenz präsentiert worden ist. Zudem gibt es regional teils lange Anfahrtswege sowie eine hohe Auslastung bestehender Hallenbäder.

Zunehmende finanzielle Herausforderungen würden den Gemeinden den Erhalt ihrer Hallenbäder schwer machen. Viele Gemeinden kämpfen laut OSV mit steigenden Betriebs- und Erhaltungskosten, wodurch dringend benötigte Wasserflächen langfristig gefährdet sind, wie die Erhebung zeige. "Bisher gab es eine derartige Wasserflächen-Erhebung in Österreich nicht", sagte Susanne Polansky, OSV-Bundeskoordinatorin des vom Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport geförderten Projekts "Learn to Swim".

10 Prozent können nicht schwimmen

"Rund zehn Prozent der Kinder und Jugendlichen in Österreich verfügen über keinerlei Schwimmkenntnisse", verwies die zuständige Staatssekretärin für Sport Michaela Schmidt auf entsprechende Zahlen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV). "Unser Ziel muss es sein, dass jedes Kind in Österreich die Möglichkeit bekommt, schwimmen zu lernen." Schließlich sei Schwimmen lebensrettend.

(FJ/APA)

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