Italien will Sprühkerzen verbieten

Nach Brand in Crans-Montana

(09.01.2026) Nach der Brandkatastrophe in einer Bar im Skiort Crans-Montana denkt Italien an ein Verbot für Sprühkerzen in Lokalen. Regierungschefin Giorgia Meloni betont das am Freitag in Rom. Den Schweizer Ermittlern zufolge wurde der Brand im Keller der Bar offenbar durch Sprühkerzen ausgelöst, die an Sektflaschen angebracht waren und zu nahe an die Decke gehalten wurden.

"Die italienischen Vorschriften sind strenger als jene in der Schweiz, aber ich denke, dass man, wenn solche Dinge passieren, immer überlegen sollte, was man daraus lernen kann. Wir müssen über die Möglichkeit nachdenken, Sprühkerzen in Innenräumen zu verbieten", so die italienische Meloni bei der traditionellen Jahresabschluss-Pressekonferenz am Freitag in Rom.

Meloni verfolgt die Ermittlungen in der Schweiz

"Was in Crans-Montana passiert ist, ist kein Unglück, sondern das Ergebnis von zu vielen Menschen, die ihre Arbeit nicht gemacht haben oder die dachten, sie könnten leicht Geld verdienen. Ich habe gelesen, dass es angeblich Videos gibt, die die Verantwortliche des Lokals zeigen, wie sie mit der Kasse wegläuft. Wenn das stimmt, denke ich, dass man unnachgiebig vorgehen muss", so Meloni.

Die italienische Regierung verfolge die Ermittlungen über die Brandkatastrophe. "Wir sind bereit, den Familien jede notwendige Unterstützung zu geben. Die Familien haben mein Wort: Sie werden nicht allein gelassen", so Meloni. Sechs italienische Teenager sind beim Brand ums Leben gekommen. Weitere elf Personen werden wegen schweren Brandwunden im Mailänder Krankenhaus Niguarda behandelt.

(mt/apa)

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