Keine Kampfabstimmung bei SPÖ

Landesparteitag in NÖ

(15.04.2026) Gesundheitsstaatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig hat ihre Kandidatur für den Vorsitz der niederösterreichischen Sozialdemokraten zurückgezogen. "Meine Intention war niemals, der SPÖ Niederösterreich zu schaden", betonte sie nach einer Sitzung des erweiterten Landesparteipräsidiums am Mittwoch in St. Pölten. Einstimmig beschlossen wurde, dass sich Sven Hergovich Ende Mai der Wiederwahl als Vorsitzender stellen und als Spitzenkandidat in die Landtagswahl 2028 gehen wird.

Königsberger-Ludwig kandidiert als stellvertretende Landesparteivorsitzende - diese Funktion hat sie auch derzeit inne. Damit bleibt die Kampfabstimmung zwischen der ehemaligen Landesrätin und dem amtierenden Vorsitzenden aus. In einer Vorstandssitzung nächsten Montag soll der Wahlvorschlag für den Landesparteitag am 30. Mai in Vösendorf beschlossen werden. "Uns verbindet viel mehr, als uns trennt", betonte Landesrat Hergovich bei einem gemeinsamen Statement im Anschluss an die Sitzung. Ziel sei es, dass die unterschiedlichen Ebenen - Bundes- und Landespartei sowie Bezirks- und Ortsorganisationen - "an einem Strang ziehen". Es gehe darum, die inhaltlichen Herausforderungen - von Wohnen bis zur Teuerung - zu meistern, sagte Hergovich.

Gräben zwischen Landes- und Bundespartei sollen eingedämmt werden

Von unterschiedlichen Organisationen sei an sie herangetreten und gesagt worden, "dass die Zusammenarbeit dort und da schwierig ist und dass man den Eindruck hat, man bräuchte eine Person, die verbinden kann", sagte Königsberger-Ludwig. Durch Medienberichte über eine mögliche Kandidatur sei "noch größere Unruhe" in der Partei entstanden. Ihr sei es besonders wichtig, "vermeintliche Gräben zwischen Landes- und Bundespartei" einzudämmen. "Wirklich erfolgreich können wir nur sein, wenn wir im Bund und in den Ländern zusammenarbeiten", betonte sie.

"Meine Intention war nicht, Sven Hergovich zu schaden, sondern die SPÖ Niederösterreich zu stärken", meinte die 60-Jährige in Richtung ihres früheren Landesregierungskollegen. Möglicherweise habe es sich nun um ein "reinigendes Gewitter" gehandelt. "Es gibt kein fertiges Personalpaket", stellte sie weiters klar. Die ursprüngliche Ankündigung einer Gegenkandidatur vergangenes Wochenende war für viele in der Landespartei überraschend gekommen. Hergovich, der als Kritiker von Bundesparteichef Vizekanzler Andreas Babler gilt, erfuhr davon aus den Medien und lud daraufhin das Landesparteipräsidium und alle Bezirksparteivorsitzenden zu dem Termin am Mittwochnachmittag.

Königsberger-Ludwig hatte am Sonntagabend an SPÖ-Mitglieder und den Landesparteivorstand geschrieben, dass in Gesprächen "deutlich geworden" sei, "dass es in Teilen der Partei den Wunsch nach personellen Veränderungen gibt". Hergovich bekräftigte daraufhin, dass er kandidieren werde. Er betonte in einem Schreiben an die Parteikollegen mit Blick auf die nächste Landtagswahl: "Mein Ziel ist eindeutig: 2028 Schwarz-Blau in Niederösterreich zu beenden."

(APA/JuF)

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