Mädchen (15,18) vergewaltigt

Mehrere minderjährige Opfer

(07.07.2026) In Nürnberg weiten sich die Ermittlungen zu mutmaßlichen Sexual- und Drogendelikten gegen junge Frauen und Mädchen aus. Die Kriminalpolizei geht dem Verdacht nach, dass junge Frauen – teils Minderjährige – im Umfeld des Hauptbahnhofs gezielt angesprochen, mit Betäubungsmitteln oder Medikamenten abhängig gemacht und anschließend sexuell missbraucht worden sein sollen. Nach mehreren Festnahmen sitzen inzwischen zahlreiche Tatverdächtige in Untersuchungshaft.

Zwei weitere Syrer festgenommen

Nach Angaben des Polizeipräsidiums Mittelfranken wurden zuletzt zwei syrische Staatsangehörige im Alter von 24 und 26 Jahren festgenommen. Gegen den 24-Jährigen besteht der Verdacht des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern. Dem 26-Jährigen wird vorgeworfen, Betäubungsmittel an Minderjährige abgegeben zu haben. Gegen ihn lag bereits ein Haftbefehl vor.

Bei der Durchsuchung einer Wohnung stellten Ermittler unter anderem Crystal Meth, Kokain sowie mehr als 2.000 Euro Bargeld sicher. Beide Männer wurden einem Ermittlungsrichter vorgeführt und anschließend in Justizvollzugsanstalten eingeliefert.

Bei der Durchsuchung einer Wohnung stellten Ermittler unter anderem Crystal Meth, Kokain sowie mehr als 2.000 Euro Bargeld sicher. Beide Männer wurden einem Ermittlungsrichter vorgeführt und anschließend in Justizvollzugsanstalten eingeliefert.

Sonderkommission "EKO Kajal" ermittelt

Die Nürnberger Kriminalpolizei hatte bereits im Mai die Ermittlungskommission "EKO Kajal" eingerichtet. Hintergrund waren Hinweise darauf, dass Mädchen und junge Frauen aus schwierigen sozialen Verhältnissen im Bereich des Hauptbahnhofs gezielt von Personen aus der Drogenszene angesprochen worden sein sollen. Nach den bisherigen Erkenntnissen sollen Betroffene zunächst mit Drogen oder verschreibungspflichtigen Medikamenten versorgt und anschließend sexuell ausgebeutet worden sein.

Besonders im Bereich des Nelson-Mandela-Platzes sowie angrenzender Parks beobachten die Behörden seit Längerem einen verstärkten Drogenhandel. Die Polizei hat dort ihre Präsenz erhöht und die Videoüberwachung ausgebaut.

Bereits mehrere Tatverdächtige in Untersuchungshaft

Die jüngsten Festnahmen sind nicht die ersten Erfolge der Ermittler. Bereits Ende Mai wurde ein 22-jähriger Syrer festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, eine Minderjährige in seiner Wohnung vergewaltigt und ihr zuvor ein verschreibungspflichtiges Schmerzmittel verabreicht zu haben. Bei der Durchsuchung wurde außerdem ein weiterer syrischer Staatsangehöriger festgenommen, gegen den bereits ein Haftbefehl bestand.

Mit den jüngsten Festnahmen befinden sich nach Polizeiangaben inzwischen mehrere Tatverdächtige – zuletzt war von mindestens sechs, mittlerweile sogar acht Beschuldigten die Rede – in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth und der Ermittlungskommission dauern an. Weitere mögliche Opfer und Beteiligte werden geprüft.

Polizei bittet mögliche Opfer um Hinweise

Die Ermittler schließen nicht aus, dass es weitere Geschädigte gibt. Da sich viele Betroffene in schwierigen persönlichen Lebenssituationen befinden und Aussagen oft nur zögerlich erfolgen, rechnet die Polizei mit langwierigen Ermittlungen. Ziel sei es, das mutmaßliche Netzwerk vollständig aufzuklären und weitere Straftaten zu verhindern.

(fd)

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