Mann (23) gesteht Femizid
Graz
(05.09.2026) Nach der Tötung einer 24-Jährigen am Donnerstag in der Grazer Innenstadt hat sich der beschuldigte 23-Jährige nach Angaben der Staatsanwaltschaft "voll geständig" gezeigt. Über den Mann, der der Bruder des Lebensgefährten der 24-Jährigen ist, wurde am Samstag auch die Untersuchungshaft verhängt. Ums Leben gekommen ist die Frau durch schwere Kopfverletzungen, die Obduktion ergab "massive Gewalt gegen den Kopf". Zur Tatwaffe gab es vorerst keine Angaben.
Zum Motiv wollte sich die Staatsanwaltschaft Graz ebenfalls nicht direkt äußern. Zwischen der getöteten 24-Jährigen und dem 23-Jährigen hätte es aber schon vorher Streitigkeiten gegeben, räumte Behördensprecher Christian Kroschl ein.
Keine Angaben zur Tatwaffe
Laut einem Bericht der "Kronen Zeitung" (Samstagsausgabe) soll die Frau mit einem Hammer erschlagen worden sein. Kroschl wollte sich zu dem Medienbericht auch nach dem Geständnis des 23-Jährigen in Rücksicht auf die Angehörigen nicht weiter äußern, wie er bekannt gab.
Die Polizei war Donnerstagmittag gegen 12.40 Uhr telefonisch bezüglich einer Gewalttat in einer Wohnung in der Grazer Innenstadt alarmiert worden. Polizisten fanden die 24-Jährige, die wegen der erlittenen Verletzungen noch am Vorfallsort verstarb. Eine Obduktion des Leichnams wurde angeordnet und am Freitag durchgeführt. Der 23-Jährige war kurz nach der Tat im Stiegenhaus von Beamten der Schnellen Interventionsgruppe (SIG) festgenommen worden.
Ermittler des Landeskriminalamts Steiermark hatten noch vor Ort die weiteren Erhebungen zur Klärung des Tötungsdelikts übernommen. Spezialisten sicherten am Tatort Spuren, um den genauen Ablauf des Geschehens rekonstruieren zu können. Nach derzeitigem Ermittlungsstand dürfte das 24-jährige Opfer alleine in der Wohnung gewesen sein, als der Verdächtige offenbar gewaltsam hineingelangte. Sein Bruder, der mit der Frau in der Wohnung gelebt hat, war offenbar nicht zu Hause.
Beschuldigter in Justizanstalt eingeliefert
Ermittelt wird wegen des Verdachts des Mordes. Über Anordnung der Staatsanwaltschaft Graz wurde der Beschuldigte am Freitag in die Justizanstalt Graz-Jakomini eingeliefert.
In Österreich finden Frauen, die Gewalt erleben, u. a. Hilfe und Informationen bei
- der Frauen-Helpline unter: 0800-222-555, https://www.frauenhelpline.at/
- beim Verein Frauenhäuser Steiermark https://www.frauenhaeuser.at/
- beim Gewaltschutzzentrum Steiermark: https://www.gewaltschutzzentrum.at/steiermark/ und 0316-774199
- sowie beim Polizei-Notruf: 133.
- Männer-Notruf: 0800 246 247.
(APA/KS)