Mutter zündet Sohn an!
Zusätzlich: Feuer im Haus gelegt!
(05.03.2026) Ein Fall, der selbst erfahrene Ermittler erschüttert: Vor dem Landgericht Regensburg steht eine Mutter, deren Taten kaum zu begreifen sind. Jessica B., Mutter von fünf Kindern, soll erst ihren eigenen Sohn angezündet haben – und später ihr Haus im Landkreis Regensburg in Brand gesetzt haben. Der Prozess wirft ein Schlaglicht auf eine erschütternde Familiengeschichte.
Mutter soll fünfjährigen Sohn angezündet haben
Die Geschichte beginnt mehrere Jahre zuvor: Laut Gerichtsunterlagen soll Jessica B. ihrem damals erst fünf Jahre alten Sohn Marihuana gegeben und ihn anschließend angezündet haben. Der Junge überlebte die Attacke schwer verletzt. Für die Tat wurde die Frau später zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt.
Der Fall sorgte bereits damals für Entsetzen, denn Gewaltverbrechen gegen eigene Kinder gehören zu den schwersten Delikten im Strafrecht.
Kaum wieder frei – brennt plötzlich das Wohnhaus
Doch damit war die Geschichte offenbar nicht zu Ende.
Nur kurze Zeit nach ihrer Haftentlassung kam es im oberpfälzischen Mötzing im Landkreis Regensburg zu einem dramatischen Feuer. Ein Wohnhaus geriet dort in Vollbrand, Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei rückten mit einem Großaufgebot an.
Als die Einsatzkräfte eintrafen, stand das Gebäude bereits komplett in Flammen. Die Rauchwolke war weithin sichtbar. Rund 100 Feuerwehrkräfte kämpften gegen das Feuer. Eine Person wurde mit einer Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht.
Die Kriminalpolizei Regensburg nahm Ermittlungen auf, weil schnell der Verdacht entstand, dass der Brand absichtlich gelegt worden sein könnte.
Im aktuellen Prozess geht es nun darum, ob Jessica B. selbst das Feuer gelegt hat. Nach Ansicht der Ermittler soll sie ihr eigenes Haus angezündet haben. Die Tat wäre besonders brisant: Sie hätte nur kurze Zeit nach ihrer Haftentlassung stattgefunden – also nachdem sie bereits wegen der brutalen Attacke auf ihr eigenes Kind verurteilt worden war.
Auftritt im Gericht mit Perücke
Beim Prozessauftakt fiel den Beobachtern noch etwas auf: Die Angeklagte erschien mit einer Perücke vor Gericht. Gründe dafür wurden offiziell nicht genannt. In vergleichbaren Fällen kann dies jedoch mit Anonymisierung, psychischem Druck oder dem Versuch zusammenhängen, ihre Identität weniger erkennbar zu machen.
Wie geht es den Kindern?
Besonders tragisch ist die Situation der fünf Kinder der Angeklagten. In solchen Fällen werden Kinder häufig vom Jugendamt betreut oder in Pflegefamilien untergebracht, um sie vor weiteren Gefahren zu schützen. Das Gericht wird in den kommenden Verhandlungstagen nicht nur klären müssen, ob Jessica B. für die Brandstiftung verantwortlich ist, sondern auch, welche Konsequenzen dies für ihre Zukunft und die ihrer Familie hat.
(fd)