"Neuer" Virus bringt Hasen um

Erster Ausbruch in Österreich

(02.10.2026) Eine für Kaninchen und neuerdings auch für Feldhasen tödliche Seuche breitet sich in Europa aus. Erstmals ist laut einer wissenschaftlichen Untersuchung von Fachleuten auch in Österreich ein Ausbruch von gefährlichen Myxomaviren dokumentiert worden. Betroffen waren Wien, Niederösterreich und das Burgenland.

"Viele Jäger sind des Hasen Tod", sagt ein Sprichwort. Laut österreichischen Veterinärfachleuten könnte man das wohl auch für "viele Viren", darunter nunmehr die sogenannten Myxomaviren, sagen. Myxomaviren sind seit langem bekannt. Ursprünglich nannte man die Tierkrankheit auch "Kaninchenpest". Hervorgerufen wird sie durch eine Art Pockenvirus, das ursprünglich vor allem Kaninchenbestände vernichtete. Für den Menschen sind die Erreger völlig ungefährlich.

In den 1950er-Jahren setzte man in Australien Myxomaviren (MYXV) zur Bekämpfung von Wildkaninchen ein. Übertragen werden sie durch Insekten. 1952 wurden solche Viren auch nach Frankreich eingeführt, da man Kaninchenpopulationen verringern wollte. Doch solche Krankheitserreger können ein buchstäblich zweischneidiges Schwert darstellen. Durch Mutationen können sie sich an neue Wirtsorganismen anpassen und Schaden anrichten, der weit über das ursprünglich Gedachte hinausgeht.

(mt/apa)

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