Schwache Erdäpfelernte
Hitze und Dürre
(02.10.2026) Große Ernte-Probleme: Die über Wochen hinweg anhaltende Hitze und allgemeine Dürre haben die Erdäpfelernte heuer schwach ausfallen lassen. Ausgegangen wird auf Basis einer von der Statistik Austria veröffentlichten Schätzung von einer Gesamtmenge von 468.000 Tonnen, 813.000 Tonnen waren es im Vorjahr. Als zusätzliches Problem wurde am Freitag beim Erntegespräch der Landwirtschaftskammer NÖ der Drahtwurm geortet. Gefordert wurde u.a. eine zukunftsfähige Wasserinfrastruktur.
Zunächst hatten im Frühjahr noch gute Erdäpfel-Bedingungen geherrscht. Ab Juni regierten dann Hitze und Trockenheit, Niederschläge im September seien für das Pflanzenwachstum zu spät gekommen, hielt die niederösterreichische Landwirtschaftskammer in einer Aussendung anlässlich des Pressetermins in Niederhollabrunn (Bezirk Korneuburg) fest. Die durchschnittliche Gesamterntemenge von rund 700.000 Tonnen werde somit deutlich unterschritten.
"Das heurige Jahr zeigt sehr deutlich, unter welchem Druck die Landwirtschaft steht. Wo Wasser fehlt, können wir Bäuerinnen und Bauern selbst mit bestem Know-how keine Erträge herbeizaubern. Kommt gleichzeitig der Drahtwurm hinzu und fehlen ausreichend wirksame Möglichkeiten zur Bekämpfung, wird die Situation doppelt schwierig", bilanzierte Lorenz Mayr, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer NÖ. Fraßschäden würden die Betriebe in einem ohnehin ertragsschwachen Jahr doppelt treffen, konstatierte er.
(mt/apa)