Neunjähriger Radfahrer stirbt!
Bub übersieht Auto!
(13.09.2026) Ein schwerer Verkehrsunfall erschüttert Mecklenburg-Vorpommern: Ein neunjähriger Junge ist am Freitagnachmittag, dem 11. September 2026, auf der Bundesstraße 104 zwischen Rehna und Gadebusch ums Leben gekommen. Das Kind war mit seinem Fahrrad unterwegs, als es auf Höhe der Abzweigung Holdorf auf die Bundesstraße fuhr und von einem Pkw erfasst wurde. Für den Jungen kam jede Hilfe zu spät.
Tödlicher Fahrradunfall auf der B104 bei Holdorf
Nach Angaben des Polizeipräsidiums Rostock ereignete sich der Unfall gegen 17.10 Uhr. Der Neunjährige fuhr zunächst auf einem Radweg neben der B104. Dieser Radweg endet nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei auf Höhe des Abzweigs nach Holdorf. An dieser Stelle fuhr das Kind auf die Fahrbahn der Bundesstraße.
Zur gleichen Zeit näherte sich ein 45 Jahre alter Autofahrer auf der B104 aus Richtung Rehna. Laut Polizei konnte der Mann einen Zusammenstoß mit dem Kind nicht mehr verhindern. Der Pkw erfasste den Jungen. Er erlitt dabei derart schwere Verletzungen, dass er noch an der Unfallstelle starb.
Radweg endet direkt am Abzweig Holdorf
Besonders im Mittelpunkt der weiteren Untersuchungen dürfte der Bereich stehen, an dem der Radweg endet und der Radverkehr auf die B104 trifft. Sowohl die Polizei als auch der NDR beschreiben übereinstimmend, dass der Junge auf dem parallel zur Bundesstraße verlaufenden Radweg unterwegs war und in Höhe des Abzweigs Holdorf auf die Fahrbahn gelangte.
Ob der Junge die Straße lediglich überqueren wollte, auf die Bundesstraße einbiegen wollte oder wie genau seine Fahrlinie unmittelbar vor dem Zusammenstoß verlief, ist in der ursprünglichen Polizeimeldung noch nicht detailliert beschrieben. Einige Medien sprechen von einem Überqueren der Straße, die Polizei selbst formuliert zunächst lediglich, dass das Kind auf die Fahrbahn der B104 fuhr.
Zur genauen Klärung des tödlichen Unfalls wurde nach Angaben der Polizei die DEKRA eingeschaltet. Ein Sachverständiger soll den Unfallhergang rekonstruieren. Dabei können unter anderem Spuren am Unfallort und an den beteiligten Fahrzeugen sowie weitere technische Daten eine Rolle spielen. Welche konkreten Untersuchungen angeordnet wurden, teilte die Polizei bislang allerdings nicht mit.
Die B104 zwischen Rehna und Gadebusch musste nach dem Unfall für knapp drei Stunden gesperrt werden. Die Sperre war notwendig, damit Polizei, Rettungskräfte und Gutachter ihre Arbeit an der Unfallstelle durchführen konnten.
Viele wichtige Fragen sind noch offen
Bislang gibt es keine veröffentlichten Angaben dazu, mit welcher Geschwindigkeit der 45-jährige Autofahrer unterwegs war oder ob Geschwindigkeit überhaupt eine Rolle bei dem Unfall spielte. Ebenso ist öffentlich bislang nicht bekannt, ob der Junge einen Fahrradhelm trug, ob er alleine unterwegs war oder ob sich unmittelbar vor dem Zusammenstoß weitere Personen in seiner Nähe befanden.
Auch zu möglichen Sichtbehinderungen, den konkreten Verkehrszeichen am Unfallort oder dazu, ob der Autofahrer vor dem Aufprall noch ausweichen konnte, enthält die offizielle Polizeimeldung keine näheren Angaben. Fest steht nach dem bisherigen Ermittlungsstand lediglich, dass der Pkw-Fahrer aus Richtung Rehna kam und den Zusammenstoß nach Angaben der Polizei nicht mehr verhindern konnte.
(fd)