OÖ geht das Wasser aus

Feuerwehr hilft aus

(30.07.2026) Erste Wasserengpässe wurden in einigen Gemeinden in Oberösterreich gemeldet. Sinkende Wasserstände, versiegende Brunnen und notwendige Notversorgungen werden in immer mehr Ortschaften zur Normalität. An 30% der Grundwassermessstellen wurden sehr niedrige, an 60% niedrige Wasserstände gemessen.

Der Umweltlandesrat Stefan Kaineder (Grüne) rät zum sorgsamen Umgang mit Wasser. Ein grüner Rasen sei in so einer Situation weniger wichtig und wer aktuell ein Pool befüllen würde, mache sich keine Freunde.

Grund für die akute Lage ist die extreme Hitze und geringe Grundwasserbildung der letzten Monate. Im Juli regnete es statt den notwendigen 129mm nur 38mm. Auf das ganze Jahr aufgerechnet, fehlen 39% des erforderlichen Niederschlags bis jetzt.

Immer mehr Menschen betroffen

Während in einer Ortschaft im Bezirk Rohrbach rund 100 Menschen betroffen sind, handelt es sich in einer Gemeinde im Bezirk Perg um 550 Bewohner. Die Feuerwehr muss notfalls mit Tankfahrzeugen aushelfen und Trinkwasser anliefern, wie im Sodertal, wo bereits 9.000 Liter pro Tag fehlen.

Im Bezirk Kirchdorf wurde schon eine zusätzliche Quelle für 45 Personen in Betrieb genommen. Auch die Stadt Grieskirchen musste Maßnahmen in Form einer Wassersparverordnung erlassen.

Notwendige Notfallpläne

Die Gemeinden werden angehalten ihre Notfallpläne für Situationen wie diese zu prüfen und mehrere Versorgungsschienen vorzubereiten. Im Ernstfall ist für eine sichere Wasserversorgung ein zweites Standbein unerlässlich. Notleitungen, geschützte Quellen und vernetzte Wasserversorger gewinnen immer mehr an Bedeutung.

(apa/cm)

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