Paris: Schüsse aus Auto
Terrorverdacht
(23.10.2026) Nach einem Schusswaffenvorfall auf offener Straße nahe Paris mit einem Todesopfer hat die französische Anti-Terror-Staatsanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Es bestehe der Verdacht, die Tat sei aufgrund einer vermuteten Zugehörigkeit zu bestimmten ethnischen und religiösen Gruppen begangen worden, hieß es. Ein Mann hatte am Freitagvormittag in zwei Ortschaften aus einem Auto auf Passanten geschossen. Dabei wurde ein Mensch getötet und vier weitere verletzt.
Zunächst fielen Schüsse in der Gemeinde Trappes, dann fuhr der Mann Polizeiangaben nach weiter in die angrenzende kleine Gemeinde La Verrière. Das Todesopfer sei afrikanischer Herkunft, einer der Verletzten maghrebinischer Herkunft, teilte der Bürgermeister von Trappes, Ali Rabeh, dem Sender BFMTV mit. Der Täter sei festgenommen worden, hieß es vonseiten der Polizei. Der Vorfall ereignete sich im Département Yvelines, das im Westen der Großraumregion Paris liegt.
"Wahllos geschossen"
Der Täter scheine "wahllos geschossen zu haben und darauf aus gewesen zu sein, ein Massaker anzurichten", sagte Rabeh weiter. Er berichtete, unter den Verletzten befinde sich ein 12-jähriges Mädchen. Der Schütze wohne in einer nahe gelegenen Stadt.
Laut Anti-Terror-Staatsanwaltschaft betreffen die Ermittlungen unter anderem den Tatbestand des "Besitzes einer Waffe der Kategorie A", zu der insbesondere automatische Waffen gehören, sowie der "Beteiligung an einer terroristischen kriminellen Vereinigung mit dem Ziel der Vorbereitung von Verbrechen gegen Menschen".
Der französische Premierminister Sébastien Lecornu schrieb auf der Plattform X, Sicherheits- und Justizbehörden seien in vollem Einsatz. Es handle sich um "sehr ernste Vorfälle".
(APA/CD)