Pilnacek-Verfahren eingestellt

Nach Tod des Justiz-Sektionschef

(12.06.2026) Die Staatsanwaltschaft Eisenstadt führt das Verfahren zum Ableben des früheren Justiz-Sektionschefs Christian Pilnacek nicht fort. Das Vorhaben wurde durch die Oberstaatsanwaltschaft (OStA) Wien und das Justizministerium bereits geprüft und genehmigt, teilte die Staatsanwaltschaft Eisenstadt gegenüber der APA mit. Begründet wurde die Einstellung damit, dass es keine maßgebliche Änderung der Beweislage gegeben habe.

Das Verfahren war von der OStA Wien der Staatsanwaltschaft Krems an der Donau entzogen und an Eisenstadt übertragen worden, um jeglichen Anschein einer Befangenheit zu verhindern. Nun wurden insbesondere die medial diskutierten rechtsmedizinischen Stellungnahmen beigeschafft, die Auswertung der Smartwatch vorgenommen und basierend darauf gerichtsmedizinische Gutachten eingeholt, hieß es von der Staatsanwaltschaft Eisenstadt.

Verweis auf gerichtsmedizinisches Gutachten

Das gerichtsmedizinische Gutachten der Leiterin des Instituts für Gerichtsmedizin der Universität Innsbruck, Elke Doberentz, habe, wie die OStA Wien bereits am 13. Februar 2026 erörtert habe, "keine Hinweise auf ein Fremdverschulden an Verletzungen und am unzweifelhaft festgestellten Ertrinkungstod" gebracht. Das Ergebnis der ursprünglichen Obduktion sei demnach bestätigt worden.

Eine Fortführung des Verfahrens nach dessen Einstellung sei "ohne maßgebliche Änderung der Beweislage" in der Strafprozessordnung nicht vorgesehen, wurde begründet. Es bleibt daher eingestellt.

Der ÖVP-Fraktionsführer im U-Ausschuss Andreas Hanger erklärte in einer Aussendung: "Auch die ergänzenden Erhebungen haben keinerlei Hinweise auf Fremdverschulden oder politische Einflussnahme ergeben. Damit sind die zentralen Unterstellungen, auf denen die FPÖ ihren Untersuchungsausschuss aufgebaut hat, in sich zusammengebrochen." Er forderte, dass sich die FPÖ bei Polizei und Staatsanwaltschaft entschuldigt und den "Steuergeldverschwendungsausschuss" beendet.

(APA/CD)

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